Humanisten
Regenbogenfahnen ins Parlament
Wie gemeldet, will der Co-Vorsitzende der linksgrünen Splitterpartei Párbeszéd, Richárd Barabás, bei den Parlamentswahlen 2026 Péter Magyar und die Tisza-Partei unterstützen, selbst aber auch zur Wahl antreten. Die dafür ins Leben gerufene neue politische Formation heißt „Humanisten“ und versteht sich als „frei, europäisch, urban und progressiv“. Barabás begründete dies mit der Zielstellung, im nächsten Parlament „sollten mehr EU- und Regenbogenfahnen wehen“. Es brauche mehr Toleranz und weniger Ausgrenzung.
Am Mittwoch kündigte die vormalige Europaabgeordnete und heute für die Momentum im Parlament sitzende Katalin Cseh an, sie schließe sich den „Humanisten“ an. Daraufhin beschloss der eiligst zusammengerufene Parteivorstand der linksliberalen Momentum, die eben zur Unterstützung von Péter Magyar darauf verzichtet, bei den nächstjährigen Wahlen anzutreten, Cseh aus der Partei auszuschließen.
Ähnlich wie bei der Momentum ist man auch bei der Tisza-Partei der Ansicht, die Neugründung im linken Parteienspektrum schmälere die Chancen eines Regierungswechsels. Péter Magyar kommentierte in den Sozialmedien, es handle sich um eine weitere Gründung „im Auftrag von Viktor Orbán“, um 1-2% von jenen Millionen abzuzweigen, die einen Systemwechsel wünschen. Der Tisza-Chef warf dem Oberbürgermeister von Budapest, Gergely Karácsony (Párbeszéd) vor, im Hintergrund zu agieren. Der wies diese Unterstellung als blanke Lüge zurück und riet Magyar, das Mobiltelefon auch mal nach seinem ursprünglichen Verwendungszweck zu nutzen: Mit einem klärenden Anruf hätte sich dieses Missverständnis erübrigt.
