Levegő
Preis „Für Budapest” verweigert
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Es ist nicht gelungen, die schwerwiegende Luftverschmutzung in Budapest zu senken. Deswegen hat sich die Levegő Munkacsoport (Arbeitsgruppe Luft) entschieden, den ihr von der Hauptstädtischen Bürgerschaft einstimmig zuerkannten Preis „Für Budapest“ nicht entgegenzunehmen. Die Arbeitsgruppe trete seit ungefähr drei Jahrzehnten für saubere Luft in Budapest ein, dennoch entfernt sich die Hauptstadt von diesem Ziel immer weiter. Die Luftverschmutzung liege laufend über den Grenzwerten. Die Messungen von Greenpeace und der Levegő Munkacsoport verweisen darauf, dass die Lage deutlich ernster ist, als die Daten der offiziellen Messstationen. Laut Europäischer Umweltagentur sterben in Ungarn jährlich mehr als 13.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung, sie verlieren durchschnittlich mehr als 10 Lebensjahre. András Lukács, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, verwies auf die außerordentliche Komplexität des Problems, zur Lösung sei die Zusammenarbeit zahlreicher Akteure nötig. Trotz unzähliger Empfehlungen an Regierung und Kommunalverwaltung sei in den vergangenen Jahren kaum ein Fortschritt, eher eine Verschlechterung spürbar.
