MSZP
Politische Heimat der Linken
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MSZP-Chef Imre Komjáthi sprach am Dienstagabend in Budapest bei einem Hintergrundgespräch von einer neuen Situation, die mit dem Abgang von Ferenc Gyurcsány entstanden sei. „Gyurcsány hat der Sache der Linken und ganz besonders uns Sozialisten geschadet“, meinte Komjáthi mit Hinweis auf die Geschichte der DK, die als Abspaltung von der MSZP entstand, ihr politisches Überleben in den Anfangsjahren einzig den Sozialisten zu verdanken hatte, um deren Partei schließlich mit einer Salamitaktik auszuhöhlen.
Er habe seine diesbezügliche Bereitschaft der neuen DK-Chefin Klára Dobrev signalisiert, die um Bedenkzeit bat. „Die Frage lautet nun, ob die DK über ihren eigenen Schatten springen bzw. genauer gesagt Klára Dobrev aus dem Schatten von Ferenc Gyurcsány treten kann. Wenn nicht, wird die MSZP 2026 allein antreten“, erklärte ihr Parteichef, der zugleich mahnte, die Linke benötige eine politische Heimat. Für die kommenden Parlamentswahlen, bei denen eine begrenzte Zusammenarbeit mit der Tisza-Partei denkbar sei, mahnte der Sozialist „mehr als nur einen Regierungswechsel“ an: „Wir wollen ein Ungarn mit weniger armen und weniger reichen Menschen.“
