Eines der von der Kirche scharf kritisierten Plakate der Linken. Foto: Facebook/ Párbeszéd

Párbeszéd

Plakate gegen die Kirche?

Eine Plakatausstellung der linksgrünen Splitterpartei hat für Unmut der Kirche gesorgt.

An die dunkelsten Kapitel der Geschichte, als die Diktaturen die Kirchen Verfolgung aussetzten, erinnert die Plakatkampagne der Párbeszéd, kritisierte die Katholische Bischofskonferenz (MKPK). Es sei bedauerlich, dass eine Partei das Osterfest und den Tod von Papst Franziskus für die eigenen politischen Zwecke auszuschlachten versucht, um in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit zu gelangen.

Eine Debatte lostreten

Doch während die Kampagne für die MKPK eine „unwürdige Provokation“ darstellt, verteidigte der Co-Vorsitzende der Párbeszéd, Richárd Barabás, das Anliegen, eine gesellschaftliche Debatte über die Rolle der Kirchen loszutreten. Für die Linken ist diese natürlich „überbewertet“, weshalb sie auch die hohen staatlichen Transfers an die Kirchen als ungerechtfertigt empfinden. Umfragen hätten gezeigt, dass ein Drittel der Ungarn den Kirchen eine „ausgesprochen schädliche“ Rolle zuschreibt.

Der Papst wollte den Dialog!

Barabás verteidigte den für die provokative Wanderausstellung gewählten Zeitpunkt, denn Papst Franziskus habe immer zu Dialog und Begegnungen aufgerufen, um gemeinsam über bessere Lösungen nachzudenken. „Man darf den Konflikt als Begleiterscheinung des Dialogs nicht scheuen, man muss diesen akzeptieren“, zitierte der Oppositionspolitiker den am Ostermontag verstorbenen Papst. „Wir kritisieren nicht, sondern werfen Fragen auf und teilen Fakten mit“, rechtfertigte er die Plakate. Gehe es zum Beispiel an, die öffentlichen Zuschüsse für die Kirchen weiter zu erhöhen, obgleich die Zahl der Kirchgänger nur ein Fünftel jener Menschengruppe erreicht, für die Religionen negativ belastet sind?! Und Papst Franziskus sprach von einer Dunkelziffer von schätzungsweise 2 Prozent der Pfarrer, die sich sexuell an den ihnen anvertrauten Minderjährigen vergreifen. In Ungarn seien gerade mal drei oder vier Fälle offengelegt worden, dabei gebe es hierzulande 2.000 katholische Priester. Da sollte die Frage erlaubt sein, was die Kirche tue, um die im Verborgenen agierenden pädophilen Straftäter aufzudecken.

Erst am Montag wurde wieder ein Fall sexueller Übergriffe in der Diözese Vác bekannt. Dazu kommentierte Barabás: „Habt keine Angst vor den Bildern einer Ausstellung, habt Angst, dass diese Verbrechen unausgesprochen bleiben!“ Die Wanderausstellung wurde zu Wochenbeginn in Debrecen fortgesetzt.

Ein Gedanke zu “Plakate gegen die Kirche?

  1. Der Papst war ein Papst der linken, mit seinen Fußwaschungen am Islam. Seinem Eintritt für offene Grenzen, selber wohnt man natürlich im Schweizer Garde Bunker und nimmt niemand auf, die typische links/grüne Einstellung alles auf andere abwälzen .Hoffentlich kommt jetzt ein Papst der sein Amt und die Kirche ernst nimmt.

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11. April 2026 14:45 Uhr