Innenminister
Pilotprojekte für Roma
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Von einer neuen Strategie der Roma-Integration sprach Innenminister Sándor Pintér (r.) am Donnerstag vor dem Nationalitätenausschuss. Die jährliche Anhörung wurde vom Ausschussvorsitzenden Imre Ritter, Repräsentant der deutschen Minderheit, geleitet. Der Minister erinnerte daran, dass die Roma im Sinne der früheren Konzeption gleichzeitig besser integriert werden sollten. Heute werde dieses Grundanliegen weiter verfolgt, jedoch mit Schwerpunkten von Pilotprojekten in einzelnen Orten. Die Integrationsaufgaben wurden mit den öffentlichen Arbeitsprogrammen verknüpft, in die viele Roma ohnehin involviert seien.
Pintér zufolge habe sich das Risiko von Armut und Ausgrenzung bis 2019 auf 19% gegenüber 2012 nahezu halbiert; von schwerer materieller Deprivation seien noch 8% (2012: 27%) betroffen. Zur gleichen Zeit wurde die Beschäftigungsquote von Roma-Frauen auf 37% verdoppelt. Das unlängst in finanzielle Schwierigkeiten geratene Gandhi-Gymnasium in Pécs wurde in die Trägerschaft des Innenministeriums gegeben, um sichere Rahmenbedingungen zu gewährleisten.
