Parlamentswahlen
Kanzleramtsminister Gergely Gulyás zu den Parlamentswahlen: "Es steht viel auf dem Spiel." Foto: MTI/ Noémi Bruzák

Parlamentswahlen

Ausländische Einmischung denkbar

Kanzleramtsminister Gergely Gulyás will nicht ausschließen, dass sich das Ausland in den Ausgang der Parlamentswahlen am 3. April einmischen könnte.

Dies habe jedoch kaum Bedeutung, „daran sind wir bereits gewöhnt“, erklärte er in einem Interview für die Wochenzeitung „Demokrata“. Allgemein bekannt sei, dass die ungarische Regierung in wichtigen Fragen eine andere Auffassung als der europäische Mainstream vertritt.

Zurückweisung jedweder Einmischung

„Die westeuropäische Elite würde sich selbst am liebsten am Ruder des ungarischen Schiffes sehen; sie mag eine einwanderungsfreundliche, LGBTQ-freundliche, internationalistische Regierungsführung und ist gegenüber einer partriotischen Politik abgeneigt. Als souveränes Land weisen wir jedoch jedwede Einmischung entschieden zurück“, betonte Gulyás.

In Verbindung mit dem Referendum zum Kinderschutz müsse der Volkswille geachtet werden, ebenso wie bereits in Sachen Migration. „Es gibt kein stärkeres Argument, keine größere demokratische Legitimation als eine gültige Volksabstimmung, bei der die Mehrheit der Bürger zu diesen Fragen Stellung bezieht.“

Gulyás sagte, die Regierungsparteien werden in ihrem Wahlkampf klar machen, dass bei den Parlamentswahlen Einiges auf dem Spiel steht. So liegen die Erfolge der Orbán-Regierung der vergangenen 12 Jahre und die Misserfolge der vorangegangenen Regierung in der Waagschale, deren Politiker nun wieder an die Macht kommen wollen.

Kein Spitzenduell vor den Parlamentswahlen

Gulyás zufolge werde es keine Debatte zwischen den Spitzenkandidaten Orbán und Márki-Zay geben. „Betrachtet man die vergangenen drei Monate, hat man nicht das Gefühl, dass Márki-Zay der Spitzenkandidat des Oppositionsbündnisses ist“, meinte der Kanzleramtsminister. Anders als die Linke habe die Orbán-Regierung Lohnerhöhungen gestützt auf die Wirtschaftsleistung beschlossen. Im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft um rund 7% – beispiellos seit der Wende.

Zum angekündigten Pädagogen-Streik erklärte er, bedeutende Lohnerhöhungen im Bildungswesen seien erforderlich. Dennoch handele es sich hier um einen „politischen Streik“. Die Gewerkschaftsführer wollten den Streik für den Wahlkampf der Linken nutzen und schrecken auch vor ungesetzlichen Mitteln nicht zurück, betonte der Minister.

19 Antworten auf “Ausländische Einmischung denkbar

  1. …..und ist gegenüber einer nationalistischen Politik abgeneigt.”
    Mein lieber Scholli !!! Wenn die ungarische Regierung noch nicht erkannt haben sollten, dass der Begriff “nationalistisch” in D und A nicht nur mit Rächts, sondern gleich mit Nazi in Verbindung steht, dann muss man sich nicht wundern. Da würde auch die AfD aufschreien bei diesem Wort. Was hat den unser Gulasch im Interview gesagt? Hier wäre der ungarische Text hilfreich.

    Ansonsten plädiere ich für eine Verdoppelung der Pädagogengehälter, und eine Halbierung der Politikergehälter!!
    Im Falle eines Wahlsieges von Gyurcsány und seinen Marionetten würde ich sogar sagen, dass diese jeden Tag, den sie auf dem Chefsessel hocken dürfen, ordendlich einbezahlen müssen – schon mal als kleinen Ausgleich für den zukünftigen Staatsbankrott.

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    1. Ja, es ist offensichtlich. Im März werden wir noch einiges von den Soros-Nachäffern und Soros-Lakaien erleben. Amnesty International, die SPD und Grünen werden posieren und den Wahlbetrug visionieren. Dagegenhalten. Der “wir haben es verfickt”-Gyurcsány gehört hinter Gitter, aber nicht in eine Regierung. Wahlbetrug war 2006 Leute, lest die Lügenrede von Feri Gyurcsány!

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    2. Und am meisten schreie die Länder , die in GLASHAUS SITZEN.
      Die NGOs uberbehme die deutsche Regierung, werde mit schnellverfahre Staatsbürgerschaft certeilt, man holt Antifa als Innenministerin, der Kanzler ” vergisst ” die Kraft.me Geschäfte, Wahl Euro rückgängig gemacht, ex KNzlerin lad die Verfassungstichter Bor Entschridung, die sie vertieft, Staatsanwaltschaft unterliegt Justizministerium, i d und und. UNGARN muss ausgehungert werden und auf Knie gezwungen werden!
      Bemerkungen wie” bei Gewinn der Oposition fließt gleich Geld” super demokratisch.

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  2. Die EU-Kommission arbeitet bereits seit längerem daran, Ungarn zu destabilisieren. Deshalb sind die Parlamentswahlen am 03. April d.J. gefährdet. Wichtig ist, dass die Medien (TV und Presse) überwiegend hinter der Orban-Regierung stehen und die Erfolge (Wirtschaft u. Soziales) deutlich transportieren. Vergleiche mit dem desolaten Zustand Deutschlands sind angebracht.
    Wie korrupt die EU-Kommission bereits ist, sieht man daran, dass die K.-Präsidentin VdL auf Verlangen des EU-Parlaments bezüglich der Vorgänge (Verträge) um die Covid-Impfstoffbeschaffungen den Parlamentariern überwiegend geschwärzte Schriftstücke überreichen ließ.
    Viele deutsche Bürger drücken alle Daumen zum Sieg des FIDESZ und dass es in Ungarn weiter aufwärts geht.

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    1. Der Hatzig und seine Kumpanen werden erst dann Ruhe geben, wenn Ferenc Gyurcsány, der Bankrotteur, Wahlbetrüger, Säufer und postkommunistische Primitivling wieder an der Macht ist. Er versucht den ahnungslosen Deutschen einen Bären (Marki-Zay) aufzubinden.

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        1. Hier nochmal für den Alex der Wahlbetrug des Herrn Gyurcsány, den der Westen noch immer nicht sehen will.

          „…Wir haben keine große Wahl. Weil wir es verf*ckt haben. Nicht ein bisschen, sondern sehr. Sowas Beklopptes, was wir getan haben, hat sich in Europa noch kein einziges Land erlaubt. Man kann es erklären. Es ist offensichtlich, dass wir in den letzten anderthalb bis zwei Jahren durchweg gelogen haben. Es war uns klar, dass das, was wir sagen, nicht wahr ist. …..”

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          1. … Wir sind so weit über die Möglichkeiten des Landes hinausgegangen, wie wir uns das vorher nicht vorstellen konnten, dass die gemeinsame Regierung der Ungarischen Sozialistischen Partei und der Liberalen dies jemals tun würde. Ansonsten haben wir vier Jahre lang nichts gemacht. Nichts. Ich kann keine einzige Regierungsmaßnahme nennen, worauf wir stolz sein könnten, außer dass wir letzten Endes die Regierung aus der Scheiße wieder rausholen konnten. Nichts anderes. … Ich bin fast dran krepiert, dass wir anderthalb Jahre so tun mussten, als ob wir regieren würden. Stattdessen haben wir gelogen, von morgens bis in die Nacht, auch abends… Meine persönliche Geschichte ist; verändern wir dieses Hurenland, weil wer wird es sonst tun? Viktor Orban und seine Leute werden es tun? Oder Plan C: Es bleibt alles beim alten. Man kann noch eine Weile weiter wursteln. Natürlich ist die Situation des Gesundheitswesens kompliziert. Jeder, der eine medizinische Einrichtung betritt, weiß, dass sie auf zahllosen Lügen aufgebaut ist… Ich denke, dass wir es schaffen können. Kinder, ich denke, wir werden Konflikte haben, ja, so wird es sein. Es wird Demonstrationen geben, was sonst. Lasst die Leute vorm Parlament demonstrieren. Nach einer Weile wird’s denen langweilig und sie gehen nach Hause. … Was wäre, wenn wir unsere Popularität nicht verlieren würden, weil wir uns gegenseitig ins Knie ficken, sondern wir große soziale Sachen machen würden. Und es ist kein Problem, dass wir für eine Weile die Unterstützung der Gesellschaft verlieren. Dann holen wir sie zurück. Weil sie es irgendwann verstehen…“

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            1. Und?
              Während Fidesz so denkt wie Sie und Gyurcsány als die personifizierte Opposition betrachtet, werden Orban und Fidesz davon überrascht werden, wie die ungarischen Wähler all die Oppositionskandidaten ins Parlament wählen, die dann eine dritte Person auf den jetzigen Stuhl Orbans setzen werden. (Raten Sie mal wer das sein wird.) 😉
              Dann wird sich Orban zu Gyurcsány ins Parlament zu den anderen Abgeordneten setzen dürfen.
              Das ist dann der demokratische Weg.
              Denn Demokratie ist immer Macht auf Zeit.

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    2. Da wünscht sich jemand einen totalitären Staat, in dem die Medien nur Gutes über die Regierenden berichten.
      Die Ungarn hatten davon reichlich und wollen dies nicht wieder zurück.
      Herr Kupillas wird sich also einen anderen Staat suchen müssen.
      Da es leider sehr viele undemokratische Staaten gibt, wird er aber leicht fündig werden.
      Die große Mehrheit der Deutschen wiederum wählt diejenigen Parteien, die Orban und Fidesz links von sich sehen – also abgesehen von der AfD alle.

      Ein Blick ins EU-Parlament, dessen Abgeordnete direkt von den EU-Bürgern gewählt wurden, zeigt recht deutlich, wie einsam es für die Fidesz-Leute in ihrem rechten Eck geworden ist – in das sie sich übrigens selbst verdrückt hatten.
      Nun sind die Fidesz-Abgeordneten fraktionslos, weil sie nicht einmal mit den anderen Rechten eine gemeinsame Linie finden können.

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  3. Da geht ja mächtig die Angst um, im Fidesz-Lager.
    Es haben eben natürlich auch viele Fidesz-Leute sehr viel zu verlieren.

    Nun ist man also schon beim Fidesz so verzweifelt, dass man das Übel wieder einmal im Ausland sucht. 😉

    Nur wird dies eben auch nichts nutzen. 🙂
    Orban wird sich bald bei Trump, Babis, Netanjahu und den anderen einreihen können.
    Mehr als ein Jahrzehnt sind auch mehr als genug.

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      1. Was sind Sie doch für eine kleine wütende Person.
        Kein Wunder, dass Ihnen schlecht wird, wenn Sie soviel Galle spucken.

        Wie gesagt:
        Orban wird sich nach der Wahl zu Gyurcsány als kleiner Abgeordneter ins Parlament setzen können, während ein anderer das Land regiert.
        So ist das in der Demokratie.

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