Foto: MTI/ Tibor Illyés

Papstbesuch

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die letzten Vorbereitungen für den am Freitag beginnenden dreitägigen Besuch von Papst Franziskus in Budapest laufen auf Hochtouren.

Der Staat hat in allen Belangen, einschließlich der Wahl der Veranstaltungsorte und des Inhalts der Programme, im Einklang mit den Absichten und Entscheidungen der ungarischen katholischen Kirche und der päpstlichen Delegation gehandelt, erklärte Zoltán Kovács (M. r.), Staatssekretär für internationale Kommunikation und Beziehungen, nach der Sitzung des Operativstabs für die Abwicklung des Papstbesuchs auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Budapest.

Papstbesuch ist ein apostolischer Besuch

Vizepremier Zsolt Semjén (M. l.) betonte, dass der Besuch von Papst Franziskus im Wesentlichen ein apostolischer Besuch sei – obgleich einige der Programme auch staatsbezogene Themen berührten. Der Papstbesuch sei für alle wichtig, unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit. Die drei Tage sollten eine Zeit des Friedens Gottes sein und der politische Kampf erst nach dem Besuch wieder aufgenommen werden. Der wichtigste Aspekt beim Bau des Altars auf dem Kossuth tér, dem Ort der Papstmesse am Sonntag, sei es, dass so viele Menschen wie möglich daran teilnehmen können.

András Veres (2. v. l.), Vorsitzender der Ungarischen Katholischen Bischofskonferenz, sagte, dass der Papstbesuch nicht nur für die katholischen Gläubigen, sondern für die gesamte ungarische Nation eine Ehre und eine freudige Begegnung sein wird. Da Papst Franziskus aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht in der Lage ist, die Provinz zu besuchen, haben die Organisatoren die Aufgabe, das Land zu mobilisieren und die Gläubigen und Leiter aller Diözesen nach Budapest einzuladen.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Nach Angaben von János Hajdu (2. v. r.), Direktor der Anti-Terrorzentrale (TEK), wird Papst Franziskus während seines Aufenthalts in Ungarn in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen und Nachrichtendiensten rund um die Uhr von der TEK geschützt werden.

Die Polizei wird nicht nur die Veranstaltungsorte, sondern auch die An- und Abreisewege zu diesen Orten schützen; am Sonntag werden an Bahnhöfen und wichtigen Kreuzungen Polizeibeamte stehen. Einige Straßenabschnitte und Plätze werden vorübergehend gesperrt, und auf bestimmten Strecken wird es Halte- und Warteverbote geben, informierte János Zoltán Kuczik, stellvertretender Landespolizeichef (r.).

Er bat die Besucher der Programme, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Der Einlass zur Messe am Kossuth tér beginne am Sonntagmorgen um 6 Uhr. Das Mitbringen von Spirituosen, Pyrotechnik, Glas, Metall-Thermoskannen, Geräten, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, ferngesteuerten Geräten, Fahrrädern, Motorrollern und lebenden Tieren sei verboten.

Höhepunkte des Programms

Das Flugzeug des katholischen Kirchenoberhaupts landet am Freitagvormittag auf dem Budapester Flughafen „Ferenc Liszt“. Nach seiner offiziellen Begrüßung wird der Papst auf dem Platz vor dem Sándor-Palais von Staatspräsidentin Katalin Novák empfangen. Danach wird er im Karmeliterkloster erst mit Ministerpräsident Viktor Orbán und anschließend  mit Vertretern der staatlichen Behörden, der Gesellschaft und des diplomatischen Korps zusammentreffen.

Am Freitagnachmittag wird Papst Franziskus in der Stephansbasilika mit Bischöfen, Priestern, Diakonen, Mönchen, Seminaristen und pastoralen Mitarbeitern zusammentreffen. Am Samstagmorgen stattet der Papst dem Blindenheim „László Batthyány-Strattmann“ einen Privatbesuch ab und trifft anschließend in der Römisch-katholischen Kirche „Szent Erzsébet“ am Rózsák tér mit Armen, Flüchtlingen und Angehörigen von Minderheiten zusammen.

Am Nachmittag wird das Oberhaupt der katholischen Kirche in der Budapester Papp-Sportarena rund 11.000 Jugendliche treffen. Auf dem Programm stehen eine Ansprache von Papst Franziskus, Volkstänze, gemeinsame Gebete und musikalische Darbietungen. Am Abend wird der Papst Mitglieder der Gesellschaft Jesu besuchen.

Am Sonntagmorgen zelebriert Papst Franziskus auf dem Kossuth tér eine Messe, die ohne besondere Anmeldung, aber nach Sicherheitskontrollen für alle zugänglich ist. Die Messe kann über einen Projektor auch in der Stephansbasilika verfolgt werden.

Hier finden Sie mehr Details zum Papst-Besuch.

Papstbesuch
Der Kossuth tér vor dem Parlament ist eine der Stationen des Papstbesuches.

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