Ministerpräsident Viktor Orbán verweist auf 180 Mrd. Forint an Staatsanleihen, die zur Finanzierung der Kettenbrücken-Erneuerung eingesetzt werden könnten: „Nicht das Geld, sondern der Sachverstand fehlt.“ (Foto: MTI / Noémi Bruzák)

Parlament

Orbán stellt sich Wortgefechten

In der Fragestunde des Parlaments kam es am Montag zu einem Eklat, als Parlamentspräsident László Kövér (Fidesz) dem Jobbik-Vorsitzenden Péter Jakab nach Vorwarnung das Wort entzog.

Jakab, der wie andere Jobbik-Politiker durchaus schon mal imstande ist, Viktor Orbán aus der Fassung zu bringen, wollte vom Ministerpräsidenten wissen, ob er denn gerne sein Lieblingsthema Soros besprechen möchte. Jakab kommentierte aber gleich, er könne nicht entscheiden, ob der Premier selber blöd sei oder doch nur die Leute für blöd verkaufe?

Kövér verwarnte den Oppositionspolitiker, er solle sich in der Wortwahl zügeln, schließlich befinde er sich nicht in der Kneipe. Orbán warf Jakab in seiner Antwort fehlende Logik und ungehobeltes Benehmen vor. Jakab erhielt noch die Gelegenheit zur Reaktion, als er jedoch ansetzte, „Die Diebe sind heute aber gereizt…”, schaltete ihm Kövér das Mikrofon ab.

Die MSZP wollte von Orbán wissen, was denn OB István Tarlós über all die Jahre in der Sache der maroden Kettenbrücke getan habe, wenn das Geld angeblich jederzeit zur Verfügung stand. Der Premier verwies auf 180 Mrd. Forint an Staatsanleihen, die Budapest zur Finanzierung des Projektes einsetzen könnte. Nicht das Geld fehle für die Erneuerung der Brücke, sondern der Sachverstand, meinte Orbán.

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