„Ich möchte keinen Kompromiss eingehen“
Orbán im Kossuth-Radio
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Es brauche eine Lösung, damit die bedürftigen Länder die Gelder erhalten. Gebetsmühlenartig wiederholte Orbán, dass George Soros zahlreiche Europaabgeordnete beeinflusse und jene Länder bestrafen wolle, die keine Migranten ins Land lassen. Soros müsse endlich klar gemacht werden, dass er keinen Einfluss auf Europa haben darf. „Ungarn wird keine Ruhe geben“, betonte Orbán. Hinsichtlich der Versuche, Ungarn und Polen zu spalten, erklärte der Premier, in Mitteleuropa bestehe eine phantastische Zusammenarbeit; Mitteleuropa kann seine nationale Souveränität noch schützen, dies sei im Westen „weniger in Mode“. „Wir können unsere eigenen Länder vor der Einwanderung, unsere christlichen Traditionen und Lebensweise schützen, Westeuropa besteht mittlerweile aus Einwanderungsländern und einer Multi-Kulti-Gesellschaft.“
Zur Corona-Pandemie erklärte Orbán, dass voraussichtlich bereits ab dieser Woche die Möglichkeit besteht, sich vorab für eine Impfung registrieren zu lassen. Dies könnte ein Indikator für den Bedarf an Impfstoff sein. Dem erarbeiteten Impfplan zufolge werden 13.000 Orte für Massenimpfungen benannt, wenn es genügend Dosen und Freiwillige gibt. Darin werde detailliert die Reihenfolge der einzelnen Bevölkerungsgruppen (Senioren, medizinisches Personal sowie Pädagogen) angezeigt. Im Kampf gegen Corona gebe es zwei Frontlinien: In den Krankenhäusern werden Leben und in den Schulen Arbeitsplätze der Eltern gerettet, die ansonsten nicht ihrem Beruf nachgehen könnten.
Orbán mahnte erneut zur Vorsicht und Einhaltung der Maßnahmen. Die Tests im Gesundheits- und Sozialwesen, unter den Mitarbeitern der Kindergärten und Schulen werden in dieser Woche fortgeführt. Gleichzeitig bat er die Bürger, um kein erhöhtes Risiko einzugehen, keinen Skiurlaub im Ausland zu machen; ansonsten folgen nach Ungarn zurückgekehrt strenge Kontrollen und Quarantäne. Die Regierung werde in ca. 8 Tagen über die Maßnahmen und Regeln für Weihnachten und Silvester entscheiden. Orbán hoffe, dass es ein Weihnachtsfest mit wenigen Beschränkungen gibt.
