Orbán
Ministerpräsident Viktor Orbán: „Es ist Zeit für Veränderungen in Europa, Zeit, dass sich die Europäer die EU-Institutionen zurückholen.“ Foto: MTI/ Zoltán Fischer

Orbán auf Fachkonferenz

Die EU-Institutionen zurückholen!

„Heute ist Ungarn die Stimme der Menschen Europas“, erklärte Ministerpräsident Viktor Orbán auf einer Fachkonferenz am Montag in Budapest.

„Es liegt nicht im Interesse der Welt um uns herum, dass Ungarn ein souveränes Land bleibt“, stellte er fest. Es werde immer Kräfte geben, die gegen die Souveränität Ungarns angehen. Solange die liberale Hegemonie die öffentliche Meinung beherrsche, werde Ungarn nicht souverän sein, zeigte sich Orbán überzeugt.

Ungarn näher an klassischer Demokratie als das westeuropäische System

Während die Ungarn Pluralismus wünschten, habe der liberale Westen nicht begriffen, wie einseitig die dortige Palette in Wirklichkeit ist. Deshalb könne er mit Fug und Recht behaupten, dass das politische System Ungarns heute der Auffassung von der klassischen Demokratie näher sei, als das lange Zeit als Vorbild betrachtete westeuropäische System.

Die Liberalen würden sich nicht um die Menschen scheren, sondern einem Ideal folgen. „Heute ist Ungarn die Stimme der Menschen Europas. Es ist das einzige Land, das so redet, wie die Menschen hier und in Westeuropa denken.“ Es sei an der Zeit, auch im Westen zu lernen, dass man mit Lügen auf Dauer nicht leben kann. „Es ist Zeit für Veränderungen in Europa, Zeit, dass sich die Europäer die EU-Institutionen zurückholen.“

Einst Seite an Seite mit George Soros gegen den Kommunismus

Orbán wertete, dass im 20. Jahrhundert die nationale Souveränität verloren ging, die sich die betreffenden Länder am Ausgang des Jahrhunderts aber zurückholen konnten. Heute gehe es darum, die Souveränität zu bewahren. „Wir wollten in den 1980er Jahren den Sturz der Kommunisten und den Abzug der Sowjettruppen.“

Damals stand man noch Seite an Seite mit einem George Soros, der die antikommunistischen Bewegungen unterstützte. „Dass Soros an Stelle der Kommunisten und der Sowjets Mittelosteuropa beherrschen wollte, konnten wir damals in unserer Naivität noch nicht erkennen. Inzwischen aber kennen wir seinen Soros-Plan, wissen wir, dass er gegen das britische Pfund wettete, dass er Europa mit illegalen Migranten fluten will und offen für ein Ende der Landesgrenzen eintritt, mit anderen Worten die europäischen Länder ihrer Souveränität berauben will.“

 

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des Radio-Interviews mit Premier Orbán vom vergangenen Freitag.

7 Antworten auf “Die EU-Institutionen zurückholen!

  1. Na ja, das übliche Orban blabla. Da sagt er ja nix neues. Es muss halt wieder Angst erzeugt werden. Angst vos Soros, Migranten, Brüssel. Damit lasst sichs ja gut per Notfallverordnung regieren. Labert halt keier rein. Die “opposition” ist damit beschäftigt sich selber zu zerlegen, also bleibt erstmal alles beim alten. Halt der Gesiterfahrer der sich beschwert dass soviel Gegenverkehr herscht 😉

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    1. Völlig berechtigte Angst, das Schlimmste sind die Taliban-besetzten Gebiete in Serbien, und der islamische Terror im Westen kommt hinzu. Tatsache, und die Gemeinden sind in der Last der Asylbetrüger erdrückt. Natürlich zu Ihrer Freude, da Sie mit den Machthabern für das Elend kämpfen. Über alles, was die Asylbetrüger den Europäern antun, freuen Sie sich ja mit den Verursachern. Aber die Pro-Hamas-Demonstration zeigen nun, was das für ein Bumerang gegen die Machthaber ist.

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  2. Niemand fragt die Burger in anderen Ländern. Die Machthaber haben wohl in den ” hochgeboreben” Westländern Angst. Die Bürger werden als Nazis und Rechtsradikale abgestempelt, verängstigt. Ja denen wurden Demokratie geschenkt. Besser: so genannte Demokratie gegen Rückgrat eingetauscht.

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  3. Frau Westermann, dies “Volksbefragung” kostet ca. 1,5 Mrd. Forint. Geld das viel besser angelegt werden könnte. Es weden wieder ca. 25 % teilnehmen, davon die Hälfte Fidesz Wähler und die vorgedruckten Antworten ankreuzen. Gut dass man das woanders nicht so macht. Und wer will denn nach Ungarn ? Wer beantragt denn dort wirklich Asyl ? Kennen Sie diese Zahlen ? Nicht jeder der Asyl beantragt ist ein Asylbetrüger ! Dafür gibts ja ein Asylverfahren. Menschen in Not muss man helfen, der Rest kann wieder nach Haus, da gebe ich Ihnen Recht. Aber wenn sie die Muslime so verdammmen (Alle) sind sie ja sicher Christ. Dann lesen Sie das NT doch vielleicht etwas genauer.

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    1. Ich verdamme dir Mosleme nicht. Sie haben einmal Ungarn als Volk fast vernichtet. Ich kenne kein Land, wo sie mit Nichtmoslems friedlich zusammenleben, wenn sie in großen Maßen vorhanden sind. Ungarn toleriert, wenn Völker – auch in der EU- ihre Identität und Kultur zu Gunsten den Türken, Araber und anderen aufgeben.
      Tolarenz ist keine Einbahnstraße.

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  4. Frau Westermann, Sie leben ja nicht hier. Aus der Ferne lässt sich das ja alles Super beurteilen. Die ganze Volksverdummung Befragung können Sie sich ja im Net anschauen , die Antworten sind vorgegeben, da gibts kein ja oder nein.

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