Ungarndeutsche
Opfer des roten Terrors
Die einzige richtige und moralisch vertretbare Antwort sei, in Kriegszeiten zu Waffenstillstand und Frieden aufzurufen, betonte der Staatssekretär des Innenministeriums. „Wir haben in Ungarn eine schicksalsreiche Geschichte, deren schwere Folgen uns dazu bewegen, im Interesse der universellen Werte der Menschheit, wie Leben und Frieden, zu sprechen.“
Es werde immer in der Erinnerung des ungarischen Volkes bleiben, dass von Januar des Jahres 1945 an Hunderttausende Frauen und Männer in die Sowjetunion deportiert wurden, damit sie „eine kleine Arbeit“ („malenkij robot“) leisten. Für die meisten dauerte diese Zwangsarbeit zwei bis vier Jahre. Sehr viele kamen dabei um, die bis heute in unbekannten und nicht gekennzeichneten Gräbern in fremder Erde ruhen.
Ein Polizeibeschluss genügte
Im Sommer 1939 verständigten sich „der rote und der braune Diktator“ darauf, sich Polen aufzuteilen. „Hitler und Stalin taten dies in bester Stimmung“, erinnerte Rétvári, „und brachen damit den Zweiten Weltkrieg vom Zaun.“ Später wandten sich die Deutschen auch gegen die Russen, mit dem Ergebnis, dass die Sowjets als Siegermacht beschlossen, alle Deutschstämmigen (Männer zwischen 17 und 44 Jahren, Frauen zwischen 18 und 30 Jahren) aus den besetzten Gebieten zu deportieren.
„Dabei ließ sich Stalin nicht etwa von einem plötzlichen Gedankenblitz leiten. Schließlich hatte er Roosevelt und Churchill schon 1943 in Teheran erklärt, er werde 4-5 Mio. Menschen aus diesen Gebieten als Wiedergutmachung zur Zwangsarbeit verschleppen. Und die Führer der zivilisierten westlichen Großmächte billigten diese Pläne mit einem Kopfnicken.“
Die Zwangsarbeit traf hierzulande keineswegs nur Ungarndeutsche, sondern – wie der Staatssekretär anmerkte – all jene Menschen, die sich den sowjetischen Besatzern und den sich diesen anbiedernden Kommunisten in den Weg stellten. Ein Polizeibeschluss genügte, um jemanden zur „malenkij robot“ in den Gulag zu schicken. Die Erfahrung sollte die Menschen angesichts des aktuellen Krieges in der Ukraine lehren, das niemand den Ausgang vorhersehen kann, und schon deshalb keine bessere Lösung als die Suche nach Frieden existiert.

Für die Zukunft nach vorne schauen
Der Parlamentsabgeordnete der Ungarndeutschen, Imre Ritter, würdigte das Überleben seiner Nationalität in Ungarn. „Damit die deutsche Gemeinschaft eine Zukunft hat, muss sie nach vorne schauen und sich im Klaren sein, dass noch viele Aufgaben von historischer Tragweite auf sie warten.“ Er sprach sich dafür aus, die gesetzlich gewährten Autonomierechte insbesondere auf den Gebieten des Bildungswesens und der Kultur mit Leben zu erfüllen.
Allein aus Zebegény und weiteren Orten im Donauknie wurden Anfang Januar 1945 mehrere hundert Menschen deutscher Abstammung in den Gulag verschleppt. Alle Teilnehmer der Gedenkveranstaltung waren sich einig: Die Souveränität eines jeden Landes ist ein großer Schatz, den man unbedingt verteidigen muss.

Die Fidesz Regierung hat so gut, wie man es uberhaupt kann, die Ungarndeutsche gewürdigt und an ihre Leiden gedankt. Sie leben in Ungarn in Sicherheit und Freiheit, können unbeschränkt ihre Kultur und Tradition, Sprache pflegen . Die ungarische Minderheiten, die über Nacht in einem fremden Land sich aufwachten können es nicht sagen.
Umso weniger ist es zu verstehen, warum Deutschland Ungarn gegenüber auf Regierung und Medien Ebene feindselig verhält.