Orbán im Kossuth-Radio
Nur der Anfang der Krise
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
„Was wir jetzt sehen, ist nur der Anfang der Krise“, sagte er. Bis zum Freitag waren über 140.000 Flüchtlinge aus der Ukraine in Ungarn eingetroffen; es werden immer mehr kommen, sollten die Kampfhandlungen nicht rasch ein Ende finden. Die Regierung stehe vor enormen Aufgaben im Bereich der nationalen Sicherheit, des Grenzschutzes und der Humanität. Seiner Auffassung nach werden ca. 70-80% der eintreffenden Flüchtlinge in Ungarn bleiben. Ihnen könne die Regierung – wie jedem arbeitslosen Ungarn – drei Monate lang finanzielle Hilfe anbieten. Danach müssen sie wie auch die Ungarn entweder als ABM-Kräfte oder am Arbeitsmarkt unterkommen. „Wer hierbleibt, der muss sich unserem Leben anpassen“, erklärte Orbán. Seine Regierung habe erste Abstimmungen mit den Arbeitgebern aufgenommen.
Brüssel reagiert zu langsam
Angesichts des bewaffneten Konflikts in der Ukraine sind Sicherheit und Frieden in Ungarn immer wichtiger. „Unsere Aufgabe ist die Versorgung der Flüchtlinge. Würden wir dabei auf Brüssel warten, gäbe es an der Grenze schreckliche Zustände. Wenn es etwas zu besprechen gibt, kann man immer auf Brüssel zählen, wenn Handeln angesagt ist, kann nur auf die Nationalstaaten gezählt werden. Ich weiß nicht, wann Brüssel endlich die Gelder freigibt. Doch Ungarn wird auch diese Aufgabe lösen“, betonte der Premier. Wenn Brüssel vielleicht doch noch aufwacht und Unterstützung gewährt, werde Ungarn dankbar sein. Orbán wies erneut darauf hin, dass Ungarn die Südgrenze seit Jahren schütze und Brüssel keinen Cent für den Grenzzaun gegeben habe.
Die NATO schütze Ungarn nur, wenn das Land auch bereit sei, sich selbst zu schützen. Ungarn will Frieden, müsse jedoch gleichzeitig über militärische Kräfte verfügen. „Niemand wird sein Leben und Geld riskieren, wenn das Land selbst nichts dafür tut.“ Deswegen brachte Ungarn bereits vor einigen Jahren die Modernisierung der Armee auf den Weg. Dies habe für enorme Debatten gesorgt. Die Entwicklung der Rüstungsindustrie nimmt viele Jahre in Anspruch.
Strategische Ruhe nötig
Der Premierminister sagte, dass wir uns in einer schwierigen politischen und emotionalen Situation befinden, in der alle über die Folgen des Krieges verärgert sind. Einmal mehr rief er zu strategischer Ruhe auf: Entscheidungen sollten nicht unüberlegt getroffen werden, da dies zu Problemen führen könnte. Zusammen mit den Bündnispartnern sei die Sicherheit Ungarns garantiert. „Es gibt nur dann ein Problem, wenn wir unseren gesunden Menschenverstand verlieren und in den Krieg hineingezogen werden.“ Die Linke stehe auf der Seite des Kriegs, indem sie Soldaten und Waffen in die Ukraine entsenden wolle. Das würde bedeuten, Teil des Krieges zu sein.
Sanktionen und Inflation
In Bezug auf die EU-Sanktionspolitik sagte Orbán, Einigkeit sei in dieser Situation das Wichtigste. Der Preis für die Sanktionen werde jedoch kurzfristig gezahlt, das erste Beispiel sei die Pleite der Sberbank. Das dort verlorene Geld (die Zahlungen durch den Einlagensicherungsfonds) gehe der Wirtschaft verloren. Zu den weiteren Folgen zählte er galoppierende Inflation und steigende Energiepreise, die mittelfristig eine Gefahr darstellen, auch wenn die Regierung diese abzufedern versucht.

Unser Negerwitzerzähler Marki-Zay wird sicherlich der richtige Ministerpräsident sein, der flott alle Probleme löst. Wenn die Ungarn weniger BMW oder Porsche fahren würden und ihre Häuser nicht auf 25 Grad heizen würde, könnte man die Energieproblematik in den Griff bekommen Da hat er ganz Recht.
Die Ungarn (und wohl auch die Russinen) aus Transkarpatien sind von Kriegshandlungen nicht als Zivilisten betroffen, fliehen aber wohl eher vor den steigenden ukrainischen Pogromen einschließlich der vorrangigen Zwangsrekrutierung für die Front.
Ansonsten kommen auch viele, die ohnehin schon lange gern in den Westen wollten (darum griffen so viele Frauen im Osten zur West-Partnervermittlung) und nun die Gelegenheit dazu sehen. Die afrikanischen und vorderasiatischen Asylbetrüger sind auch darunter, traktieren unterwegs andere; und in der deutschen Presse wurden nun schon allen Ernstes Schwarze als Ukrainer hingestellt.
Ja, man muss so manche Lächerlichkeit ertragen. Wir werden ja schon seit Jahren im Werbefernsehen und linkliberalen “Kulturbeiträgen” mit Bildern darauf vorbereitet,
Eskimos als afrikanische Albinos zu erkennen,
Männer als gebärfähige Wesen sich vorzustellen,
die Mathematik als ungenaue Geisteswissenschaft einzuführen (2+2 können auch mal 5 sein)
und György Soros als Philanthropen zu verstehen.
Es lebe der Unsinn!
Heute morgen Orba n.
Morgen V4 Ministerpräsidenten in London. Das wusste wir schon. Alle EU Ministerpräsidenten am Donnerstag/Freitag in Paris! Also nicht Brüssel, dass nicht