Staatspräsidentin Katalin Novák: „Budapest hat immer seine Vitalität unter Beweis gestellt.“ Fotos: MTI/ Noémi Bruzák

150 Jahre Budapest

Novák: Herz der Nation und der Freiheit

Mit der Vereinigung der historischen Stadteile vor 150 Jahren ist eine neue Stadt entstanden.
20. November 2023 14:20

Damit hat auch das Herz der ungarischen Nation an beiden Ufern der Donau zu schlagen begonnen, sagte Staatspräsidentin Katalin Novák am Freitag beim Galaabend Budapest 150 im Vígszínház.

„Budapest gibt der Nation Kraft, zu überleben und zu gedeihen. Budapest hat immer wieder seine Vitalität, seine Fähigkeit zur ständigen Erneuerung und Wiederbelebung unter Beweis gestellt“, betonte Novák. Die ungarische Hauptstadt sei die Stadt der Freiheit, die seit jeher alternativen Kunstbewegungen und dem Denken außerhalb des Mainstreams sowie Ideen anderer politischer Natur Raum gegeben habe.

Budapest ist ein Ort, auf den man stolz sein kann, denn in den letzten zehn Jahren fanden hier mehr als vierzig Europa- und Weltmeisterschaften sowie internationale Sportwettkämpfe statt, und in den Museen sind Werke weltberühmter Künstler zu sehen. In den letzten zehn Jahren wurden u. a. die Matthiaskirche, der Burggarten-Basar, das Museum der Schönen Künste und das Stadtwäldchen erneuert, das Haus der Ungarischen Musik, das Millenniumshaus und das Ethnografische Museum errichtet.

Karácsony: Ausgangspunkt und Motor

„Budapest ist heute der unbestrittene Ausgangspunkt, das kulturelle Herz und Wirtschaftsmotor des Landes“, erklärte OB Gergely Karácsony. Budapest sei ungarisch und europäisch zugleich. Es ist in der Lage sich anzupassen und immer wieder aufs Neue zu erblühen. Budapest ist eine „hartnäckig überlebende Stadt“, die aber auch zur Revolution fähig ist.

OB Gergely Karácsony wünscht ein Budapest des Miteinander.

Budapest gehört den Menschen, die hier leben, den Budapestern, die diese Stadt tagtäglich mit Leben erfüllen, und denjenigen, die Teil der Nation sind. Karácsony betonte, es gibt nicht Budapest oder die Provinz, nur Budapest und die Provinz, die unsere gemeinsame Heimat sind. Budapest ist nicht rechts oder links, hier sind die Budapester an der Macht. „Wir möchten die Fähigkeit des Zusammenlebens feiern, ob man nun ein Budaer oder ein Pester, ein Auto- oder ein Radfahrer, ein Schüler oder Rentner, ein Oppositioneller oder ein Anhänger des Regierungslagers, ein Einheimischer oder ein Neu-Budapester, ein an Gott oder an etwas anderes Glaubender, ein Alleinstehender oder ein Familienvater, ein Schwuler oder ein Heterosexueller ist. Aber wir wissen, dass ein Miteinander nur möglich ist, wenn niemand im Namen irgendeiner Ideologie jemandem vorschreiben will, wie er sein Land zu lieben hat“, betonte Karácsony.

3 Antworten auf “Novák: Herz der Nation und der Freiheit

  1. “Mit der Vereinigung der historischen Stadteile vor 150 Jahren” kam der ungarische Ausgleich, allerdings damit auch die erste Stufe der Magyarisierung der Nichtungarn: Die deutsche Bevölkerung von Ofen (Buda) verschwand bald weitgehend.

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  2. Haben wir sicher übersehen, den Glückwunsch der Präsidentin zur Widerwahl des MP zum Vorsitzenden des Fidez !?
    OB Karacsony spricht von einer Ideologie, die schlecht ist, wenn sie den Menschen vorschreibt, wie sie zu leben haben und das hier die Budapester an der Macht sind!!! Wie sieht es bei ihm aus?
    Genderflagge am Rathaus, Sympathisant des Kiewer-Regimes mit dessen Faschisten – Ehrung, Erpressung der Regierung Ungarn mit der Drohung die Energiepreise extrem anzuheben, Unterstützung der Ideologie der Schatten- Putschisten – Regierung, Unterstützung des völlig erfolglosen Kandidaten für das Amt des MP mit samt dessen Auslandssteuerung u.u.u. Ist das ideologiefrei und der Wunsch und Wille der Budapester – die hier ja an der Macht sind!?
    Eine Hauptstadt – eines Landes mit zweifelsfrei volksnaher Regierung- deren sich OB sich auslandsorientiert und die Regierungspolitik versuch zu behindern, wo er Möglichkeiten findet!

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  3. Helga und Hermannn Pulz, das war zu dem Ehrentag von Budapest eine Rede, die war jetzt nicht so schlecht. Und Gender Mainstreaming, war zu Anfang die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Muss jetzt nicht unbedingt schlecht sein. Auch muss man nicht unbedingt mit Russland sympatisieren, oder mit China, um eine gute Rede zu halten. Und Budapest hat zweifelsfrei anders als die “Provinz” gewählt. Aber was hätte er denn in der Rede Ihrer Meinung nach sagen sollen ? Ein Loblied auf den MP ? Oder die anderen Räuber ?

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