Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

Verteidigungsminister:

Neuer Motor der Wirtschaft

Ungarn hat zum richtigen Zeitpunkt und mit der richtigen Strategie mit dem Wiederaufbau seiner Verteidigungsindustrie begonnen. Beim Hungarian Defense Industry Summit im Veranstaltungszentrum Bálna erinnerte Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky daran, dass sich die Welt seit zwei Jahren in unmittelbarer Kriegsgefahr befindet.

Immer mehr Länder erhöhen ihre Verteidigungsausgaben, Ungarn hat bereits im vergangenen Jahr die von der NATO geforderten 2% am BIP erreicht. Dies ist wichtig, weil die Verteidigungsindustrie ein neuer Motor der Wirtschaft sein kann, sofern sie Exportmärkte erreicht.

Fabriken aus dem Nichts

In nur wenigen Jahren wurden die modernen Rüstungsfabriken praktisch aus dem Nichts geschaffen. In Zalaegerszeg werden Lynx-Panzer gebaut, in Kiskunfélegyháza Handfeuerwaffen hergestellt, in Gyula Teile für Airbus-Hubschrauber gefertigt, in Várpalota wird eine Munitionsfabrik gebaut, in Kaposvár läuft die Integration des Gidrán-Kampffahrzeugs, und in Győr wird bald das Basisfahrzeug produziert. Ziel sei es, möglichst viele heimische Unternehmen in die Rüstungsindustrie einzubinden.

Vorbereitung auf Konflikte

Die Ungarische Armee (MH) muss sich auf das vorbereiten, was ihre eigentliche Aufgabe ist: Das sind nicht friedensunterstützende Operationen und nicht Katastrophenmanagement, sondern Konflikte. Dies erklärte Generaloberst Gábor Böröndi, Chef des Generalstabs, in Budapest am Samstag. An unseren Grenzen herrscht Krieg, die Sicherheit des Westbalkans ist in Frage gestellt, weitere massive Migrantenströme könnten Europa erreichen, im Gazastreifen finden Militäroperationen statt, die ganze Welt ist in Aufruhr und Umbruch. Der Bedarf an ausgebildeten, engagierten Offizieren war noch nie so groß wie heute.

Die Hunderttage-Feier im Rahmen des Ludovika-Festivals ist die letzte und entscheidende Zeremonie für die Offiziersanwärter, bevor sie am 20. August auf dem Budapester Kossuth tér feierlich in die Armee aufgenommen werden.

Foto: MTI/ Zoltán Balogh

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