Ministerpräsident Viktor Orbán mit Jugendlichen beim MCC-Fest in Esztergom. Foto: Facebook/ Ministerpräsident Viktor Orbán

Ministerpräsident Orbán

Nachfolge durch internen Konsens

Ministerpräsident Viktor Orbán sprach auf dem MCC-Festival am Wochenende in Esztergom gegenüber Jugendlichen auch über die Nachfolge-Kultur des Fidesz.

„Ich habe das Gefühl, dass es vielleicht Zeiten gibt, in denen es auch für mich gut wäre, wenn ich einen Schritt zurücktrete.“ Damit deutete Orbán erstmals seinen möglichen Rückzug an: „Es wird eine Gelegenheit geben, einen geeigneteren Menschen zu finden – doch noch sieht mein Lager unter meiner Führung die größte Chance auf einen Sieg bei den Parlamentswahlen im Frühjahr 2026.“

Der Ministerpräsident erklärte, die Entscheidung werde auf der Grundlage eines internen Konsens des Fidesz getroffen, und nannte gleich mehrere mögliche Nachfolgekandidaten. „Unsere politische Gemeinschaft hat eine interne Kultur, in der sich zum Teil gewählte Personen, zum Teil angesehene Mitglieder unserer Gemeinschaft – zum Beispiel der ehemalige Staatspräsident und der Parlamentspräsident – versammeln und beurteilen, wer die politische Gemeinschaft mit der größten Wahrscheinlichkeit führen kann, um die Stimmen einer Mehrheit der Bürger zu gewinnen.“ Als mögliche Kandidaten erwähnte Orbán den Ex-Staatspräsidenten János Áder, aber auch Ex-Justizministerin Judit Varga, Außenminister Péter Szijjártó oder Verkehrs- und Bauminister János Lázár. „Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass wir Wahlmöglichkeiten haben, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Meine Frau plädiert schon lange dafür. Der große Vorteil unserer politischen Gemeinschaft besteht darin, dass wir unsere Entscheidungen statt interner Kämpfe im Konsens treffen, wodurch ein optimaler Ministerpräsident im Hinblick auf die Herausforderungen des Landes gesucht werden kann“, sagte Orbán.

Ein Gedanke zu “Nachfolge durch internen Konsens

  1. Irgendwie läuten bei mir die Glöckchen. Wird Frau Varga die neue Kandidatin zur Ministerpräsidentin? Vieles deutet darauf hin, dass Herr Orban für die nächste Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht.

    Jetzt wird Frau Varga wieder hervorgezaubert, musste sie doch noch vor kurzem ganz schnell zurücktreten. Es wird spannend bleiben bis zur Wahl im Frühjahr 2026…

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