Fidesz-Wahlplakate. Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

Wahlen 2022

Meinungsforscher rechnen mit Fidesz-Sieg

Die Meinungsforschungsinstitute legten sich in der letzten Woche vor den Parlamentswahlen noch mal richtig ins Zeug.

Beim regierungsnahen Századvég-Institut ergab die Sonntagsfrage einen deutlichen Vorsprung des Fidesz, für den 49% der Befragten stimmen würden. Unter den sicheren Wählern brachte es das Oppositionsbündnis „In Einheit für Ungarn“ derweil nur auf 44%. Die Satirepartei des zweischwänzigen Hundes (MKKP) wurde ebenso wie die rechtsradikale Mi Hazánk bei 3% gemessen.

Medián: Fidesz-Sieg “ziemlich sicher”

Das dem linken Lager nahestehende Medián-Institut gab den neuerlichen Sieg des Fidesz als „ziemlich sicher“ an, nur das Ausmaß sei noch ungewiss. Einzig in der Hauptstadt dürfte das Oppositionsbündnis einen klaren Sieg einfahren, das in Budapest 45% der Stimmen sicher habe, während es der Fidesz in den anderen Städten des Landes auf 43%, im ländlichen Raum sogar auf 50% bringe.

Wenngleich jeweils ein Drittel der Befragten einen Fortbestand der Regierung bzw. einen Regierungswechsel wünscht, könne das Drittel der Unentschlossenen die Wahl nicht zu Gunsten der Opposition drehen, glaubt man bei Medián. Bemerkenswert erscheint jedoch, dass dieses Institut nun schon mit einer Wahlbeteiligung von 80% rechnet – nach 75% im Februar.

Auch Parteien jenseits der beiden großen Blöcke mischen noch mit, so wie hier die rechtsradikale Partei “Mi hazánk” (Mitte). Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

In den Einzelwahlkreisen sehen die Experten jeweils ca. 40 Mandate für beide großen Lager als „sicher“ an. Die Opposition müsste über diese Siege hinaus mindestens 15 weitere Wahlkreise gewinnen, um am Ende knapp die Nase vorne zu haben.

Republikon: Kopf-an-Kopf-Rennen

Während die meisten Umfragen wenige Tage vor den Wahlen die übliche Sonntagsfrage stellen, hat das Republikon-Institut ermittelt: Sollte Orbán auch nach dem 3. April an der Macht bleiben, würden 28% (!) der erwerbstätigen Ungarn lieber auswandern. Bei der Sonntagsfrage sieht Republikon übrigens ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden großen Blöcke voraus.

Wahlplakat des Oppositionsbündnisses. Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

7 Antworten auf “Meinungsforscher rechnen mit Fidesz-Sieg

  1. https://www.youtube.com/watch?v=pUlIAlx7Im0

    N*GER-WITZ VON UNGARISCHER OPPOSITION ! KEIN SKANDAL ?

    Die von der EU-Führung unterstützte „Vereinte ungarische Opposition“ hat sich im September 2021 auf den gemeinsamen Kandidaten Péter Marki-Zay geeinigt, um Orbán zu schlagen: Die rechtsradikale Partei Jobbik ist zweitstärkste Kraft in diesem Bündnis. Um sich der Jobbik anzubiedern, seht ihr hier, wie Marki-Zay einen N*ger-Witz erzählt. Als würde es noch nicht ausreichen, dass der von der SPD unterstützte Wahlbetrüger und Bankrotteur Ferenc Gyurucsány inklusive Frau Klára Dobrev das Bündnis kräftemäßig anführen!
    „Nun, da ist ein süßer Witz. Den kennen Sie sicher, Stevie Wonder und eben Ray Charles kennen ihn auch. Laut Witz wird Stevie Wonder in einem Interview gefragt, wie es ist, blind zu sein? Er sagt: es ist immer noch besser blind zu sein, als ein Néger zu sein.“ (leicht verkürzt übersetzt)

  2. Vielmehr ist es so, dass 1/4 der Bevölkerung unter von Gyurcsány und co. geschaffenen Verhältnissen das Weite suchen würden. Der Typ war schon mal in den Nullerjahren dran und hat 2006 einen Wahlbetrug begangen bis er endlich 2009 aus dem Amt gejagt wurde.
    Wenn sie die Übersetzung einschalten, verstehen Sie vielleicht, was Ungarn blüht, wie selbst der regierungsfeindliche 444. hu meint.

    https://444.hu/2018/07/23/azok-a-nyomorult-ketezres-evek-ilyen-volt-az-eletunk-2002-es-2010-kozott-ha-egyaltalan-lehetett-ezt-eletnek-nevezni?fbclid=IwAR21-k6tdOW1yJgo4WQDSLovDN8Wqgx6v8Rcw-plqSVhXeiTdPY_j4905uE

  3. Die Umfragen zu Wahlen der vergangenen Jahre lagen so oft so sehr falsch, dass sie letztlich nur zum Nachteil der vorausgesagten Sieger werden.
    Ein siegessicherer Fidesz-Wähler muss sich dann ja nicht unbedingt zum Wahllokal schleppen, wenn er seine Zeit auch angenehmer verbringen kann. 😉

    Die kommende Regierung wird es jedenfalls schwer haben, denn Ungarn kämpft gleich mit drei Krisen: Corona, den Krieg in der Ukraine und die Folgen von 11 Jahren Fidesz-Regierung mit einem teuren Wahlkampfendspurt.

    Sollte Orban gewinnen, dann wird er wahrscheinlich seinen Konfrontationskurs mit der EU fortsetzen, was dazu führen wird, dass die gerade jetzt für Ungarn so notwendigen EU-Mittel nicht in vollem Maße fließen.

    1. Mit N*gerwitzerzählern (Marki-Zay)
      https://www.youtube.com/watch?v=pUlIAlx7Im0

      und Wahlbetrügern (Gyurcsány und Dobrev)
      https://www.youtube.com/watch?v=wwLwOcYdgmk

      werden wir das jedenfalls nicht erreichen

      Und auch mit Judenauflistern (sie Gyöngyösi Márton von Jobbik) https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/ungarn-antisemiten-in-der-opposition-rechtsextreme-im-anti-orban-buendnis-dabei-79606642.bild.html?fbclid=IwAR1cvRnLJ_7hI895uz9PBA-yiX96hymFCxI08SJNzezl3iQ2ef8IFTjObtE

      werden wir für Ungarn nix erreichen.

      Allen ein schönes Wochenende ohne Alex Hatzig !

  4. Bekanntermaßen und aus Erfahrung wird in Krisenzeiten (und die haben wir hier in Europa) meist bei Parlamentswahlen die amtierende Regierung wiedergewählt.
    Das ist besonders in Ungarn empfehlenswert, denn der amtierende Premier steuert mit Umsicht und Bedacht sein Land durch die derzeitige turbulente politische Landschaft.
    Besonders anerkennenswert ist seine strikte Haltung, keine Waffenlieferungen der Nato-Verbündeten durch sein Land zur Ukraine zu lassen.
    Natürlich sieht das die sovjetisierte und wenig demokratische EU-Kommission nicht gern und versucht mit allen Tricks Gelder, die Ungarn zustehen, zu vermeiden oder zu reduzieren.
    Die ungarischen Wähler werden im das zu danken wissen.
    Wir, hier in Deutschland würden sehr gern Herrn Orban mit H. O. Scholz tauschen wollen.
    Die Ungarnfreunde hier drücken alle Daumen und wünschen der Fidesz einen sicheren Sieg bei der morgigen Parlamentswahl.

    1. Die Zustimmung in Deutschland für Scholz zeigt die letzte Wahl vor einigen Tagen, bei der die SPD gewonnen hatte.
      Orban führt zudem sein Land nicht, da er mittlerweile jeglichen Einfluß in der EU verloren hat. Selbst in der V4-Gruppe steht er isoliert da.
      Dieses Aufplustern Orbans mit den Waffenlieferungen ist doch auch eine ziemliche Farce, denn als EU-Mitglied trägt Ungarn die EU-Waffenlieferungen mit. Russland betrachtet doch nicht die “EU ohne Ungarn” und die “NATO ohne Ungarn”, nur weil Orban davon faselt, Ungarn heraushalten zu wollen, während Ungarn Teil von EU und NATO ist.

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