Grafik: Századvég

Meinungsumfrage / Századvég-Stiftung

Mehrheit gegen weitere Russland-Sanktionen

89% der Befragten sind der Auffassung, dass die Sanktionen gegen Russland eher der EU schaden.

71% sind gegen eine Ausweitung der Sanktionen auf Erdgas und Erdöl, geht aus der am Montag veröffentlichten Erhebung der regierungsnahen Századvég-Stiftung hervor. Die Befragten sind der Auffassung, dass die Konfrontation eher zwischen den USA, der NATO, EU auf der einen und Russland auf der anderen Seite stattfindet.

Die Umfrage zeigt, dass der Anteil jener, die eine schlechte Meinung vom russischen Präsidenten Wladimir Putin haben, von 68% im Februar auf mittlerweile 72% gestiegen sei. Übrigens ebenso wie die Werte von US-Präsident Joe Biden: von 58% auf 62%.

Interessanterweise hat sich auch die Beurteilung des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski von 52% im Februar auf 65% im Mai deutlich verschlechtert. Grund dafür sei aller Wahrscheinlichkeit nach, dass Ungarn trotz der enormen humanitären Hilfe für die Ukraine und ukrainische Flüchtlinge von Selenski laufend kritisiert werde, u. a. weil das Land weiterhin Erdöl und Erdgas von Russland kauft und keine Waffen in die Ukraine liefert.

Grafik: Századvég

79% der Befragten sprachen sich gegen Waffenlieferungen. Jeweils 50% machten sowohl Russland als auch die Ukraine, 28% nur Russland und 21% nur die Ukraine für die entstandene Lage verantwortlich. Der Anteil jener, die Selenski für den Konflikt verantwortlich machen, ist von März bis Mai um 8 Prozentpunkte gestiegen. 66% der Befragten rechnen mit einem länger andauernden Konflikt.

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