Mi Hazánk

Manipulierte die Jobbik die Europawahlen?

Wegen einer Straftat gegen die Wahlordnung zeigt die Mi Hazánk die Mitterechtspartei Jobbik an.
23. September 2022 12:05

Wie der Parteichef der Rechtsradikalen, László Toroczkai, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilte, wurden ihm Informationen zugespielt, die eine Manipulierung von Wählern vermuten lassen.

Im Europawahlkampf 2019 soll ein damaliger Aktivist der Jobbik reihenweise Wähler angerufen haben, mit dem Ersuchen, ihre Stimme nicht der Mi Hazánk zu geben, da diese Partei bei Meinungsforschern mit 2% gemessen würde. Damit aber wäre die abgegebene Stimme „verloren“. Toroczkai sprach von einem der größten Skandale der neuzeitlichen ungarischen Demokratie. Des Weiteren gebe es Verdachtsmomente, dass sich ausländische Geheimdienste in die Wahlen eingemischt hätten.

Der Vorsitzende der heute im Parlament vertretenen Mi Hazánk will sich nun an Justizministerin Judit Varga und den Verfassungsschutz wenden, weil die offenbarten Verbindungen zwischen der Jobbik und dem Datenverwalter Datadat Kft. einen Zusammenhang mit der skandalösen Löschung seines Facebook-Profils nahelegen. Das Profil von Toroczkai wurde von dem US-Unternehmen nach einer Häufung fadenscheiniger Beschwerden auf ewig gelöscht, obgleich er mehrere 100.000 Sympathisanten besaß.

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