Städte und Gemeinden

Licht aus bei fehlender Unterstützung?

Es könne gut sein, dass in kleineren Gemeinden nach Mitternacht das Licht ausgeht.

Das würde  eintreten, sollten die Kommunen bei Streichung der Energiekostensenkung keine anderweitigen Kompensationen erhalten, erklärte Jenő Schmidt, Vorsitzender des Landesverbandes der Gemeinde-Kommunalverwaltungen (TÖOSZ).

Wie berichtet, kündigte die Regierung am Samstag im Rahmen des neuen Maßnahmenpakets an, dass auch Städte und Gemeinden ihre Energie zu Marktpreisen beziehen müssen. Dies stelle für diese im Falle von Strom einen Preisanstieg auf den 2-2,5-Fache dar. Schmidt betonte, die Kommunen befänden sich in einer prekären Lage, da es nicht einfach ist, bei der Stromrechnung zu sparen. Sie betreiben Einrichtungen für die Bevölkerung, wie Kinderkrippen, Kindergärten, Gesundheits- und Sozialdienste.

3 Antworten auf “Licht aus bei fehlender Unterstützung?

  1. Das größte Problem eines Preisstopps:
    Es verhindert die Anpassung durch Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion.

    Abfedernde finanzielle Unterstützung ist natürlich notwendig, um diesen Anpassungszeitraum zu überbrücken und die Kosten dafür zu dämpfen, aber die beste Lösung ist nun einmal die Reduktion des Energieverbrauchs.

    Preisfestschreibungen ändern nichts am grundsätzlichen Problem und belasten nur die Allgemeinheit.

      1. Ich empfehle weitsichtige staatliche Steuerung, die nicht nur auf Populismus abzielt, die Staatskasse leert und die Versorgungssicherheit gefährdet.

        Will man weg von der Abhängigkeit von klimaschädlichen fossilen Energieträgern, muss man Unternehmen und Bürger davon entwöhnen, aber sie nicht durch Billigangebote daran binden.

        Ein Unternehmen investiert z.B. in Wasserstoffproduktion z.B. in Australien, wenn dies profitabler ist, als russisches Gas zu verbrennen.
        Eine Familie investiert in eine neue Heizungsanlage und Thermofenster, statt weiterhin die Wärme vom alten Gasofen durch schlecht isolierte Fenster zu blasen, wenn sich die Investition rentiert.

        Wenn der Staat diese Investitionen dann auch noch fördert, gewinnen langfristig alle.

        Kontraproduktiv ist hingegen das Niedrighalten von Preisen mit Steuergeldern, die dann für Zukunftsinvestitionen, Infrastruktur und die wichtigen Aufgaben des Staates fehlen. Eben planloses.
        Ungarn unter Orban ist hierfür aktuell ein Beispiel.

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