IS
Dank der Aufmerksamkeit ungarischer Behörden ist die Terroristenkarriere für Kopfabschneider Hassan F. bis auf weiteres vorbei.   Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

Terror-Prozess

Lebenslänglich für IS-Kämpfer

Der Budapester Gerichtshof hat den mutmaßlichen IS-Terroristen Hassan F. aus Syrien zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.
6. Dezember 2020 15:54

Demnach darf der ehemalige Kämpfer des Islamischen Staates (IS) frühestens nach 30 Jahren unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt werden. Dem Mann konnten mindestens zwei Morde, darunter eine Enthauptung nachgewiesen werden.

Belastende Zeugenaussagen und Videomaterial

Belastet werden konnte er durch Zeugenaussagen syrischer Flüchtlinge und Videomaterial, das der IS zu Propagandazwecken selbst über die öffentlichen Hinrichtungen drehte. Hasan F., der die Anschuldigungen fortlaufend abstritt, wurde 2018 am Budapester Franz Liszt-Flughafen ergriffen und ursprünglich des Menschenschmuggels sowie kleinerer Delikte beschuldigt.

Erst im Verlaufe des eingeleiteten Verfahrens trat zutage, dass den Behörden ein international gesuchter Kriegsverbrecher ins Netz gegangen war. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Verteidigung plädierte auf Unschuld und dementsprechend auf Freispruch.

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