Nachruf
Kulturpolitiker verstirbt mit 67 Jahren
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Der Schriftsteller, Attila József- und Kossuth-Preisträger Géza Szőcs ist an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstorben. Der 67-Jährige arbeitete bis zuletzt als Kultureller Chefberater des Ministerpräsidenten; nach 2010 war er für zwei Jahre Staatssekretärfür Kulturfragen. Der aus Marosvásárhely in Siebenbürgen stammende Szőcs wurde Ende Oktober auf eine Intensivstation eingeliefert; dort verstarb er vor dem Wochenende. Im Ceausescu-Rumänien wurde er wiederholt von der Securitate verhaftet, weil er Redakteur eines illegalen Widerstandsblattes gegen die Kommunisten war. In den 1980er Jahren emigrierte er in die Schweiz, wo er zur Wendezeit das Budapest-Büro des Senders „Freies Europa“ leitete. Nach dem Sturz des Ceausescu-Regimes kehrte der Kulturschaffende nach Rumänien zurück, um bald leitende Positionen im Ungarnbund RMDSZ zu bekleiden, für den er zwei Jahre im Senat saß. Später bezog ihn der Fidesz in seine Kulturpolitik ein – nachdem Szőcs als Staatssekretärzurückgetreten war, agierte er bis zu seinem Tode als Präsident des ungarischen PEN-Clubs.
Lesen Sie dazu im kommenden BZ Magazin einen ausführlichen Nachruf aus der Feder des Schriftstellers Hans-Henning Paetzke.
