Gesundheitswesen
Kritische Lage wegen Rekordschulden
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Der Medizintechnik-Verband (OSZ) hat vor möglichen Ausfällen in der Patientenversorgung gewarnt. Zudem würden die von der Regierung unternommenen Schritte zur teilweisen Begleichung der überfälligen Schulden der Krankenhäuser nicht ausreichen. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, könnte die Patientenversorgung in mehreren Einrichtungen eingestellt werden.
Nach Angaben des Finanzministeriums beliefen sich die Schulden der Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen am 30. Juni auf 70 Mrd. Forint, zusammen mit vier Medizinischen Hochschulen sogar auf 86,5 Mrd. Forint. Die Regierung hat im Juli den staatlichen Krankenhäusern gut 39 Mrd. Forint überwiesen – allerdings nur zur Begleichung ihrer Energiekosten. Laut OSZ entfällt jedoch mindestens die Hälfte der überfälligen Schulden auf Unternehmen, die medizinische Technologien und Geräte liefern. Da diese Technologien für eine qualitativ hochwertige Versorgung unverzichtbar sind, stellt ihr möglicher Ausfall für die Patientenversorgung aufgrund der extrem schlechten Finanzierungssituation ein ernstes Risiko dar.

Die “Unternehmen für medizinische Produkte” – sind nicht private Unternehmen? Wie kommt so alles zusammen?
Ja, hier beliefern private Firmen die Kliniken, die der Staat nur schleppend finanziert. So entstehen Schuldenketten.