Opposition

Krisen immer stärker ausgeliefert

Die Regierung macht Ungarn zur „Batterie-Kolonie“, reagierte die LMP auf die Orbán-Rede vor der Kammer.

Nun werden Gaskraftwerke geplant, um den unglaublichen Energiebedarf der Batteriefabriken zu stillen, beklagte die Sprecherin der Grünen, Anna Sümegi, auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag. Diese Entscheidung sei ein weiterer Beleg dafür, dass Ungarn durch die Orbán-Regierung zu einer Kolonie gemacht wird. Ungarn habe nicht genügend Erdgas zur Verfügung, um Schulen und Kliniken zu beheizen, aber der Regierung sei nichts wichtiger, als den Energiebedarf der profithungrigen Großunternehmen zu stillen. Schon heute decke das Land einen Großteil seines Bedarfs aus Importen ab. Deshalb sei es vollkommen irrational, Industrien ins Land zu holen, die diese Abhängigkeit noch verschärfen. Ungarn wird so nicht krisenfester, sondern Krisen immer stärker ausgeliefert sein.

10 Antworten auf “Krisen immer stärker ausgeliefert

  1. Geht es um Autobatterien? Sonst sind die Linken doch so sehr für Elektroautos, aber zumindest in Ungarn trotzdem gegen die nötigen Batterien? Anderswo ignorieren sie einfach die Probleme mit den Batterien, nur in Ungarn schauen sie darauf. So, wie es ihnen gerade für ihre Propaganda paßt, ohne Rücksicht auf Widerspruch.

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      1. Die deutschen Grünen sind also nicht konsequent, wenn sie die erneuerbaren Energien und die Abkehr von fosiler und radioaktiver Energie vorantreiben?

        Während Ungarn noch Gas importieren und teuer bezahlen wird, stellt Deutschland in Zukunft die benötigte Energie selbst her. So erreicht man echte Souveränität.

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        1. Das ist doch nur Illusion und Betrug! Die erneuerbaren Energien funktionieren nicht, sie geben nichts her, und die Stromversorgung ist zum Teil schon zusammengebrochen, und in den nächsten Wochen ohne AKW noch mehr. Kohlekraftwerke sind außerdem keineswegs heruntergefahren, sondern aus der Not in letzter Zeit noch höher gefahren worden. Mehr Strom für Autos und Heizungen ist nicht zu beschaffen, somit werden Heizen und Autofahren glatt verboten. Zudem sind Windräder sehr umweltschädlich mit schlechter Luftzirkulation, Vogeltötung, Bodenversiegelung, Giftstoffen und Altmetall.

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          1. Zumal D natürlich kaum seine benötigte Energie, bestenfalls den benötigten Strom, und den auch nur bei besten Wetterbedingungen, selbst erzeugen wird. Wen kümmert schon der Heizbedarf? Und Energie für industrielle Prozesse fehlt diesen Schlaumeiern ja ganz sicher nicht.

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            1. Natürlich kann Deutschland seinen Energiebedarf in Zukunft ohne fosile Brennstoffe decken.
              Es braucht auch keine revolutionäre Technik, um ein Gebäude auch ohne das Verbrennen von Öl oder Gas warm zu bekommen.
              Öl wird sowieso immer teurer werden, da die Förderung zunehmend kostspielig wird.

              Wirtschaft funktioniert nach einem sehr einfachen Prinzip:
              Die rentablere Lösung setzt sich durch.
              Das sehen wir ja ganz aktuell: Die hohen Öl- und Gaspreise machen Investitionen in erneuerbare Energie rentabler – und schon wird investiert.
              Hohe Energiepreise führen zudem zu Investitionen in Effizienz und Verbrauchsreduktion.

              Ein Ersatz des Erdöls ist angebotsseitig durch erneuerbare Energiequellen möglich, nachfrageseitig ermöglichen technologische Entwicklungen eine wesentlich höhere Energieeffizienz und gesellschaftliche Veränderungen einen Lebensstil mit wesentlich geringerem Energiebedarf.

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          2. Wind- und Sonnenenergie wären schon sinnvoll. Das Problem besteht einfach darin, dass das System der alternativen Energieerzeugung nie fertig gebaut wurde.

            Was immer noch fehlt, sind die Zwischenspeicher!

            Und ohne diese Zwischenspeicher funktioniert es tatsächlich nicht.
            Man kann sich nun fragen, warum es nicht fertig gebaut wurde bzw. wird. Ist man zu doof, eine Lösung zu finden oder steckt mehr dahinter? Möglicherweise ist es der dezentrale Charakter der alternativen Energien, der die großen Energiekonzerne stört.

            Lösungsmöglichkeiten gibt es jedenfalls, wie z.B. die LOHC-Technologie:

            Vereinfacht ausgedrückt funktioniert dieses System so, dass der durch Elektrolyse gewonnene Wasserstoff in einer chemischen Reaktion an einen Katalysator (Perhydro-Dibenzyltoluol) gebunden wird. Der Wasserstoff ist danach nicht mehr explosiv und muss auch nicht komprimiert werden, kann also in herkömmlichen Tanks gelagert werden. Der Prozess der H2-LOHC-Bindung kann bei Bedarf umgekehrt werden…

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            1. …Fortsetzung:

              Für die Nutzung z.B. in einem KFZ bedeutet das, dass man das KFZ mit dem wasserstoffbeladenen LOHC betankt, der Wasserstoff dann im katalytischen Umkehrprozess freigegeben und nach dem Ottomotor-Prinzip verbrannt wird (keine Brennstoffzelle nötig). Was im Tank übrig bleibt, ist wasserstofffreies LOHC, das beim Tanken gegen wasserstoffbeladenes LOHC ausgetauscht wird. Das rückgeführte LOHC wird dann wieder mit Wasserstoff beladen, um es für einen neuen Tankzyklus bereitzustellen. Ein perfektes, rückstandsfreies Kreislaufsystem. Die benötigte Energie für dieses System könnte einzig aus Wind- und Sonnenenergie gespeist werden, wobei das Speicherproblem von Wind- und Sonnenkraft gleich mit gelöst wäre.

              https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rekorde/heisst-die-loesung-fuer-das-treibstoffproblem-lohc/

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            2. Marktwirtschaft.
              Das billige Gas hat Investitionen in erneuerbare Energien gebremst.

              Nun ändert sich das.
              Aus Solarenergie in Australien produzierter Wasserstoff hat dieselbe Verfügbarkeit wie Erdgas.

              Zwischenspeicher gibt es zudem und sind im Ausbau.
              In den kommenden 2 Jahren gehen off-shore-Windkraftanlagen in Deutschland neu ans Netz, die zusammen eine höhere Leistung haben als das geplante AKW Paks2.

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