Jobbik
Kriminalität auf dem Lande breitet sich aus
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Wo ist Innenminister Sándor Pintér? – fragte Vize-Parteichef Attila Révi am Freitag auf einer Pressekonferenz in Szolnok. Révi erinnerte daran, dass in den letzten Tagen in Szolnok ein Nachtlokal nach einem Streit zwischen einer Gruppe und dem Sicherheitspersonal zertrümmert wurde.
Mehr Polizeipräsenz gefordert
Einige Tage später wurde in Kunmadaras ein ausländischer Staatsbürger angegriffen und sein Auto anschließend in Brand gesetzt. Dann ereignete sich ein weiterer Vorfall in Szolnok, bei dem ein Mann bei einem Disput plötzlich ein Messer zog und seinem Opfer in den Hals stach. Während Regierungschef Viktor Orbán behauptet, Ungarn sei heute das sicherste Land in der EU, forderte Révi den Ministerpräsidenten und den Innenminister auf, nach Szolnok oder in eine beliebige Ortschaft der Region zu kommen, um sich mit eigenen Augen von den tatsächlichen Verhältnissen im Lande zu überzeugen.
Die Mitterechtspartei Jobbik setzt sich seit über fünfzehn Jahren für eine deutliche Aufstockung der Polizeikräfte ein. Nach Ansicht der Partei müssten Polizisten sowohl finanziell als auch moralisch besser gewürdigt und die rechtlichen Rahmenbedingungen überarbeitet werden. Wichtig sei, dass Polizisten durch Rechtsvorschriften umfassend geschützt werden – sowohl bei präventiven Maßnahmen als auch während Ermittlungen.
Zivilwehr wiederbeleben!
Allein im Komitat Jász-Nagykun-Szolnok werden täglich sechzehn Straftaten verübt. Révi forderte, die Entscheidungsträger müssten endlich aus ihrem Elfenbeinturm herausfinden und überfällige Maßnahmen ergreifen. Wenn der Innenminister dazu nicht in der Lage sei, solle er sein Amt niederlegen und gehen. Wenn der Staat seine Bürger nicht schützen könne, werde die Jobbik nicht zögern, die Magyar Gárda wiederzubeleben, die nichts anderes als das Immunsystem der Nation gewesen sei. Die Partei fordert Ordnung und Sicherheit im ganzen Land.
