Parlamentswahlen
Kommt es zum Dreikampf?
Mit dieser deftigen Aussage sorgte Tisza-Chef Péter Magyar am Montag für viel Aufmerksamkeit in den Sozialmedien. Er verwies auf kontroverse Aussagen des Verkehrsministers und früheren Kanzleramtsministers der Orbán-Regierung, János Lázár, der nach den Auslandsungarn, nach Frauen und Armen nun auch die Volksgruppe der Roma demütigte – für Magyar alles nicht zufällig. Denn damit werde der Weg bereitet für eine Koalition des Fidesz mit der rechten Mi Hazánk. Das sei natürlich nur ein Notfallszenario, das sich Fidesz-KDNP jedoch zurechtlegen müssten, weil sie es in anderthalb Jahrzehnten versäumt hätten, Ungarn anständig zu regieren. Die Panik treibe sie in die Arme der Rechten, die von den Propagandamedien der Regierung auf wundersame Weise verschont würden. Lázár wäre der Kompromiss zwischen den beiden Lagern, woraufhin Viktor Orbán in das Sándor-Palais des Staatspräsidenten wechseln würde, lautet die Theorie des heutigen Oppositionsführers.
Mi Hazánk gegen Alleinherrschaft
Mi Hazánk-Chef László Toroczkai kommentierte die abstrusen Theorien des Tisza-Vorsitzenden mit dem Verweis auf alle maßgeblichen Meinungsumfragen, wonach die Wähler im April drei Parteien ins neue Parlament bringen werden. Damit die Mi Hazánk nicht das Zünglein an der Waage wird, bemühten sich die beiden großen Blöcke Fidesz und Tisza nun nach Kräften darum, ihr die Wähler abspenstig zu machen. „Die Tisza wird ihre Falschbehauptungen von einer Nähe unserer Partei zum Fidesz bis zu den Wahlen noch intensivieren und schreckt dabei nicht einmal vor KI-generierten Fake News zurück“, schrieb Toroczkai in den Sozialmedien. Seine Mi Hazánk wird regelmäßig bei 5-7% gemessen, ihre Unterstützung in der Bevölkerung sei in Wahrheit aber größer. In den Techniken der versuchten Wählerabwerbung unterscheide sich die Tisza überhaupt nicht vom Fidesz, der wiederum andere Töne anschlägt. So richte sich Lázár an die radikaleren Wähler, während Orbán den deutschen Bündnispartner der Mi Hazánk im Europaparlament, die AfD, umgarne. Tatsächlich aber sei die Mi Hazánk die einzige Kraft, die eine Alleinherrschaft verhindern kann, gleich ob diese durch den Fidesz oder durch die Tisza ausgeübt wird.

Der alte Kampf links gegen Rechts, Hass gegen Vernunft…wenn die Mi Hazank so als Rechts verhetzt wird muss sie gut sein. Mi Hazank definiert sich als Partei des Dritten Wegs, das bedeutet sie lehnt sowohl die Politik des ungarischen Ministerpräsidenten Orban als auch die aus konservativen, liberalen, grünen und linken Parteien bestehende Opposition gegen Orban ab. Stattdessen steht sie noch weiter rechts als Orban. Beispielsweise fordert die Partei ein Referendum über den Austritt Ungarns aus der Europäischen Union und die Wiedereinführung der Todesstrafe. Außerdem lehnt die Partei die ungarische LGBT-Community ab. In der COVID-19-Pandemie organisierte die Partei Demonstrationen gegen die Maßnahmen der Regierung Orban wie Lockdowns und Impfpässe. Das klingt ja mal ganz gut, aber Todesstrafe nur bei 100% Sicherheit, besser Arbeit und strenge Strafen. Im Dummland werden die Verrückten, die die Stromversorgung in Berlin lahm gelegt haben nicht mal verfolgt, so weit ist es im Linksrausch