Medien
Klubradio droht das Aus
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Mit angeblich wiederholten Regelverstößen begründete der Medienrat, warum die Lizenz für das offen linke, regierungskritische Klubradio nicht verlängert wird. Wie das Fachportal media1.hu am Freitag meldete, läuft die Konzession Mitte Februar 2021 aus, die von der Aufsichtsbehörde nicht automatisch verlängert wird. Der im vorigen Jahr komplett durch Fidesz-Anhänger, unter Ausschluss der Opposition neu besetzte Medienrat teilte den Betreibern des Klubradios mit, wenn sie die Frequenz behalten wollen, müssten sie sich neuerlich darum bewerben. Die dem Fidesz nahestehende Medien-Juristin Monika Karas gehört als Vorsitzende des Gremiums zu den bestbezahlten Beamten im Lande.
Das Management des Klubradios sprach am Freitagnachmittag von einer politischen Aktion. Die DK von Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány bezeichnete die Mitglieder des Medienrates als Vasallen des Fidesz-Parteistaates. Sie hätten sich nach Abwahl der Orbán-Regierung zu verantworten, warum sie an der Liquidierung der letzten Überreste der freien Presse mitwirkten.
