Gesundheitssektor

Kliniken machen immer neue Schulden

Die abgelaufenen Schulden der Gesundheitseinrichtungen überstiegen Ende Februar erneut 100 Mrd. Forint (250 Mio. Euro).

Dies wurde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Fachverbände für Gesundheitstechnologien und Medizintechnik ETOSZ, MediKlaster und OSZ bekannt. Die drei Berufsverbände fordern die Regierung auf, die überfälligen Schulden der Krankenhäuser schnellstmöglich und vollständig zu begleichen.

Der Generalsekretär des OSZ, Tamás Rásky, erklärte, die Regierung habe erst Ende letzten Jahres 90 Mrd. Forint der damals rund 130 Mrd. Forint Schulden der Gesundheitsinstitutionen beglichen. Zsolt Tóth, der Generalsekretär von MediKlaster, betonte, die Mehrheit der Lieferanten habe nicht einmal die Hälfte ihrer abgelaufenen Außenstände erhalten. Gleichzeitig müssen die Lieferanten ihre vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen, einschließlich der Zahlung der Umsatzsteuer, fristgerecht erfüllen. Die Situation der kleinen und mittleren Zulieferer sei kritisch, Sparmaßnahmen seien an der Tagesordnung. Es drohten Konkurse, Entlassungen oder eingestellte Lieferungen.

Tamás Rádai, Direktor des ETOSZ, machte darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen der Krankenhausverschuldung bereits in der Gesundheitsversorgung sichtbar seien. So müsse der Betrieb in manchen Krankenhausabteilungen zumindest vorübergehend eingestellt werden.

Die Berufsverbände der Medizintechnik-Zulieferer wenden sich an den Staatlichen Rechnungshof, da die Gesundheitsinstitutionen die offiziell mitgeteilten Verzugszinsen nicht begleichen. Dies sei ein gesetzwidriges Geschäftsgebaren.

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