Coronapandemie im Parlament
Keiner braucht die Geräte
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Die Mi Hazánk wollte wissen, welches Ergebnis die jüngste elektronische Ausschreibung gebracht habe, bei der rund 750 Beatmungsgeräte zum Stückpreis von 13.000 Forint (rund 35 Euro) offeriert wurden. Die Rechten erinnerten daran, dass der Staat diese Geräte in der Panik der Coronapandemie zum Stückpreis von 10,7 Mio. Forint (zu heutigen Preisen gut 27.000 Euro) erwarb.
Der Staatssekretär des Außenwirtschaftsministeriums, das einst für die Beschaffung zuständig war, wollte erst gar keine konkreten Zahlen zum vermeintlichen neuen Scheitern der Verkaufsbemühungen machen. Levente Magyar wehrte die Anfrage der Oppositionspartei nur mit der bekannten Floskel ab, anfänglich hatte niemand Vorstellungen, welche Ausmaße die Pandemie noch annehmen könnte. Die Regierung reagierte auf dramatische Entwicklungen im Gesundheitswesen mehrerer westeuropäischer Länder.
Der Fidesz umgeht in dieser Debatte geflissentlich den Umstand, wonach Experten schon damals darauf verwiesen, man brauche nicht mehr Geräte, als geschultes Personal – Ärzte und Schwestern – vorhanden sind. Es wurde eiligst ein Vielfaches an Beatmungsgeräten bestellt; den daraus entstandenen Schaden bezifferte die Opposition bereits früher auf geschätzte 300 Mrd. Forint (zu heutigen Preisen gut 750 Mio. Euro).

Den Schwachsinn hat ja die halbe Welt getrieben, und viele Länder noch schlimmer.
Der Personifizierte Schwachsinn ist Karl Lauterbauch/SPD.
Die Geräte können im Laufe der nächsten Jahre noch zur Anwendung kommen, denn sie behalten in den Verpackungen ihre Funktionstüchtigkeit.
Jedenfalls ist während der Pandemie alles aus den Fugen geraten und man sollte einzelnen Personen keinen Vorwurf machen.
Hinterher ist man immer schlauer. Das gilt auch für Krieg.
Im Prinzip haben Sie vollkommen Recht, in der Sache aber kaum: Wenn man beim besten Willen landesweit höchstens 2.500 Beatmungsgeräte bedienen kann, bestellt man nicht 20.-30.000 davon, zumal in der Panik Goldpreise dafür zu zahlen waren.
Ja es ist unglaublich wie alles aus den Fugen geraten war.
Eine vernünftige Erklärung gibt es dafür nicht.
Was macht man denn jetzt ? Alle Geräte vernichten ?
Woanders kann man sie auch nicht gebrauchen.
Ein paar hundert Geräte wurden an andere Länder verschenkt. Für die Aufbewahrung der teuren Technik verlangen windige Geschäftemacher wohl weitere Unsummen.
Auch das noch – Aufbewahrungskosten.
Es ist ein Drama. Wie du es machst … es kommt nix Gutes bei raus.
Und ALLE stecken in dem Thema fest, es müsste deshalb in Brüssel eine Lösung gefunden werden.