Örtliche Steuern

Kecskemét hebt an

Kecskemét muss handeln, denn Corona-Krise und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs haben die Finanzreserven der Stadt schrumpfen lassen. Deshalb werden nun örtliche Steuern für Unternehmen erhöht.
18. November 2022 12:35

Während die Städte und Gemeinden ständig mehr zum Staatshaushalt beitragen, hält Kecskemét weiterhin an dem Grundprinzip fest, dass die öffentlichen Einrichtungen reibungslos funktionieren und die Lebensqualität der Bewohner steigt, erklärte OB Klaudia Szemerey-Pataki. Sie habe sich mit den bedeutendsten Steuerzahlern der Stadt, Großunternehmen sowie KMU, beraten, bevor die Entscheidungen zur Stabilisierung der Kommunalfinanzen getroffen wurden. Die Unternehmen hätten Verständnis für die Maßnahmen gezeigt, die ab 1. Januar gelten werden und der Bevölkerung keine zusätzlichen Lasten bei den örtlichen Steuern aufbürden sollen.

So wird die Gewerbesteuer IPA auf 2% angehoben, den landesweiten Standardsatz. Ursprünglich hatten Kecskemét und Győr seit 2011 einen günstigeren Satz von 1,6% erhoben, den Kecskemét aber 2020 bereits auf 1,8% anhob. Die über ein Jahrzehnt lang geltenden Vergünstigungen beließen den Kecskeméter Unternehmen insgesamt rund 23 Mrd. Forint! Gleich 92% der örtlichen IPA werden von den fünf größten Gesellschaften, an erster Stelle durch das Mercedes-Benz-Werk, gezahlt.

Seit zehn Jahren unberührt waren auch die Sätze der Gebäudesteuer. Bei dieser Steuer schöpfte die Stadt den gesetzlich vorgegebenen Rahmen bislang nur zu einem Viertel aus. Ab Januar werden je nach Steuerzone 900-1.000 Forint/m2 erhoben. Damit bewege sich Kecskemét, wie die Oberbürgermeisterin betonte, immer noch im unteren Drittel aller Städte – Szeged erhebe z. B. doppelt so hohe Sätze, wie 2023 in Kecskemét gelten werden.

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