Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

Geschichte

Inspirierende Benediktiner

Am Wochenende begann das Gedenkjahr der Basilika des Hl. Martin, die vor 800 Jahren wiederaufgebaut und geweiht wurde.
13. November 2023 9:20

„Das Benediktinerkloster von Pannonhalma ist eine Bastei des christlichen Europas“, würdigte Staatspräsidentin Katalin Novák zum feierlichen Auftakt des Gedenkjahres. Die Benediktiner hielten sich an die Bitte des Staatsgründers, zu allen Zeiten für den Fortbestand Ungarns zu beten, und tun das bis heute. „Die Benediktiner zerstören nicht die Welt, sie erbauen diese, sie vergiften nicht ihr Umfeld, sondern heilen es. Sie säen nicht Streit, sondern Harmonie, sie schützen die Ordnung und erziehen.“

Die Erziehungsmethoden der Benediktiner von Pannonhalma sollten auch heute dem ganzen ungarischen Schulsystem als Inspiration dienen. Pannonhalma sei die Wiege des ungarischen Bildungswesens, wo Wissen und Glauben eine Einheit bilden. Novák ist überzeugt, dass sich hier Wettbewerbsfähigkeit und moralische Erziehung stärken und nicht gegenseitig schwächen. Als Fürst Géza 996 den Hl. Astrik nach Ungarn einlud, der auf dem Hl. Martinsberg das erste ungarische Benediktinerkloster erbauen ließ, war es noch ein Traum, das Ungarische Königreich zu organisieren. So wurde Astrik als Gründungsabt von Pannonhalma zugleich der erste und außerordentlich erfolgreiche Diplomat des ungarischen Staates in dessen Geburtsstunde. Astrik war es, der von der Mission bei Papst Silvester in Rom mit der Krone für König Stefan zurückkehrte.

„Bis heute ist das weithin sichtbare Kloster mit seinen für die Ewigkeit entworfenen Regeln, mit Glauben und Werteordnung ein Orientierungspunkt, der dem christlichen Europa die Richtung weist“, meinte die Staatspräsidentin. Die Stadt auf dem Berg gibt dem Christentum Hoffnung, denn in all den Jahrhunderten der Geschichte konnte sie nichts zerstören. Das Kloster ist heute mehr als eintausend Jahre alt, die Basilika wurde vor 800 Jahren geweiht, die Schule vor mehr als 200 Jahren gegründet.

Die der feierlichen Eröffnung vorausgehende Heilige Messe wurde durch Michael Wallace Banach, den Apostolischen Nuntius des Papstes in Ungarn, zelebriert.

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