Budapest
Insolvenz naht
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So klaffe ein Haushaltsloch von mehreren 10 Mrd. Forint. Zudem habe das Schatzamt am Dienstag ein Inkasso von Konten der Hauptstadt in Höhe von 4 Mrd. Forint vorgenommen. Nach früheren Informationen des Finanzministeriums hatte OB Gergely Karácsony bei seinem Amtsantritt 214 Mrd. Forint als Guthaben von seinem Vorgänger István Tarlós „geerbt“. Karácsony hatte in den vergangenen Wochen wiederholt davon gesprochen, dass die Hauptstadt ihre Finanzreserven aufgebraucht habe, da ihr die Regierung bedeutende Quellen entzogen hat.
Die durchschnittlichen monatlichen Betriebskosten von Budapest belaufen sich auf 25,7 Mrd. Forint, die Hälfte davon machen die Ausgaben für den öffentlichen Verkehr aus. Zudem hat sich die Ausgabenseite in letzter Zeit aufgrund steigender Zinskosten und der Sanierung der Kettenbrücke erhöht, während Budapest bisher keine Energiesubventionen erhalten hat und gezwungen ist, einige Investitionen vorzufinanzieren. Die Hauptstädtische Kommunalverwaltung will deswegen in Zusammenarbeit mit der Regierung eine operative Arbeitsgruppe zur Überwachung der Liquiditätslage und zur Vorbereitung von Entscheidungen aufstellen, um die Zeit bis zum Eingang der Gewerbesteuer im Herbst zu überbrücken.
