Forschungskooperationen
HU-rizont am Start
Die Ankündigung machte der Staatssekretär des Ministeriums für Kultur und Innovationen, Balázs Hankó, am Freitag auf der Fachmesse Educatio. Bemerkenswert: Ungarn nimmt sogar den Kostenanteil der ausländischen Partner-Unis auf sich. „Wenn die EU-Kommission den Versucht unternimmt, uns einzuschließen, dann öffnen wir uns für die Welt“, erklärte der Staatssekretär zu HU-rizont, das den Studentenaustausch im Rahmen des ab Januar laufenden Pannónia-Programms ergänzt. Ungarn, das gerade im letzten Jahr wieder zwei Nobelpreisträger feiern konnte und ein Dutzend Hochschulen unter den besten fünf Prozent aller Universitäten der Welt weiß, wolle sich nicht ausgrenzen lassen. Immer mehr Wissenschaftler reihten sich ein bei internationalen Publikationen, von denen ein Drittel mit internationalen Partnern verfasst wird. Jeder vierte Doktorand sei in internationale Programme involviert.
Weitere 6 Mrd. Forint stehen bereit, um Forschungsaufenthalte internationaler Experten in Ungarn zu finanzieren. Und der Topf für jene Unis, die willkürlich aus dem Horizont-Programm der EU ausgeschlossen wurden, wird von 5 auf 5,4 Mrd. Forint aufgestockt. Im vergangenen Jahr wurden damit 43 Projekte von einem Dutzend Hochschulen finanziert, die wegen des von der EU-Kommission beanstandeten Modellwechsels aus dem Wissenschaftsaustausch ausgeschlossen werden sollten.
