Mi Hazánk
Horthy-Büste im Parlament
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Die liberale DK bezeichnete dies als Nazi-Provokation. Das Pressebüro des Parlaments erklärte, es sei die freie Entscheidung der Vizepräsidentin, wie sie ihr Büro einrichtet.
Die Büste wurde im Büro von Parlamentsvizepräsidentin Dóra Dúró eingeweiht. Eines der größten Versäumnisse in der Erinnerungspolitik der letzten 30 Jahre sei, dass Miklós Horthy nicht gebührend gewürdigt wird, erklärte Dúró. Nach ihrer Ansicht kann diese Zeit als „beispielhaft“ angesehen werden, da es dem Land nach dem I. Weltkrieg und Trianon trotz Wirtschaftskrise gelang, sich rasch zu entwickeln und kulturell zu stärken.
Der Parteivorsitzende László Toroczkai sprach von drei Epochen und drei Namen: „Nach der Ära Horthy und der Ära Kádár wird es, wenn wir so weitermachen, eine Ära Orbán geben.“ Er sagte, dass man bei der Bewertung der Epochen u. a. die demografische und wirtschaftliche Situation berücksichtigen müsse. Was die Zukunft angeht, sollten die Ungarn ihren Geist stärken und sich auf die harte Arbeit bzw. die bevorstehenden Kämpfe vorbereiten.
Laut Fraktionssprecherin Olga Kálmán vertritt die DK den Standpunkt, dass jeder, der wie ein Nazi denkt, der wie ein Nazi argumentiert und der einem pro-nazistischen Staatsoberhaupt huldigt und diesem gedenkt, selbst ein Nazi ist. Da gebe es nichts zu beschönigen oder zu erklären.

Die junge Frau, die stolz vor der Büste posiert, sollte sich mal intensiv mit der Rolle des “Geehrten” während des “Dritten Reiches” befassen!
Hier ein Beitrag von György Dalos zu Horthy!
Prädikat lesenswert und tiefgehend!
https://www.nzz.ch/feuilleton/der-19-maerz-des-admirals-horthy-ld.643152