Wasserpreise
Höhere Tarife wegen veralteter Leitungen?
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Bei einem Verbrauch von monatlich mehr als 5 m3 sollen die Verbraucher Marktpreise zahlen.
Wie Viktor Kurdi, Vorsitzender des Wasserversorgungsverbandes Mavíz, erklärte, könnten die seit zehn Jahren unveränderten Preise nicht länger aufrecht erhalten werden. Ähnlich wie bei Strom und Gas müsse eine Grenze für die gedeckelten Preise beschlossen werden, da keine Gelder für die dringend notwendigen Modernisierungen des veralteten Wasserleitungsnetzes zur Verfügung stehen. „Im Durchschnitt werden 100 Liter Wasser in das Netz gepumpt, 75 Liter erreichen den Verbraucher und 25 Liter versickern im Boden oder laufen bei Rohrbrüchen ab“, erklärte Kurdi. Das regional spezifische Tarifsystem könnte bis Januar 2024 an diese Erfordernisse angepasst werden. Kurdi erwartet dennoch keine inflationären Auswirkungen, da große Lebensmittelunternehmen in der Regel über ein eigenes Wasserversorgungssystem verfügen und ihre Preise durch die Erhöhung des Wassertarifs nicht wesentlich beeinflusst werden.
Der Wasser-Koalition zufolge seien gedeckelte Preise für lediglich 5 m3 ungerechtfertigt wenig. Allerdings verschwenden viele Bürger Wasser und betrachten es als unerschöpfliche Ressource. Im Bewusstsein der Menschen müsse hier ein Paradigmenwechsel einsetzen. Allerdings hat auch die Regierung mit der Förderung des Wohnungsbaus zu örtlichen Problemen der Wasserversorgung beigetragen. So sei die gesamte Infrastruktur im Großraum Budapest nicht auf den enormen Anstieg von Verkehr, Wasser- und Stromverbrauch vorbereitet.
