Die Graphik des Minerva-Instituts zeigt die Ergebnisse der aktuellen Sonntagsfrage für die Gesamtbevölkerung (dunkelblau) und die sicheren Wähler (hellblau).

Sonntagsfrage

Hier ist der Fidesz chancenlos

Beim Minerva-Institut liegt die Tisza-Partei quasi uneinholbar vorn: Ende Januar hätten 54,3% der Ungarn für die Formation von Péter Magyar gestimmt.
29. Januar 2026 10:27

Das Institut brüstet sich damit, seine Umfragen mit „maschineller Intelligenz“ durchzuführen, was den subjektiven Faktor der Fragesteller von vornherein ausklammert. Die repräsentative Umfrage von Ende Januar zeigt eine unglaublich hohe erwartete Wahlbeteiligung von 83% und entsprechend geringe Werte für die kleineren Parteien: Mi Hazánk (4,4%), DK (2,5%) und MKKP (2,1%) würden den Einzug ins nächste Parlament verfehlen. Bei den sicheren Wählern hätten laut dieser Umfrage aber auch Fidesz-KDNP ab April nichts mehr zu bestellen, denn ihnen weist das Institut auch nur 36,7% zu. Die Tisza-Partei würde derweil mit 54,3% der Stimmen abräumen. Der Vorsprung der heute noch in der Opposition agierenden Formation erreicht auch in der Gesamtbevölkerung mehr als 13 Punkte, bei 8,5% erklärten Nichtwählern und 16%, die sich noch nicht entschieden haben.

Laut Minerva-Institut habe die Tisza gegenüber der letzten Erhebung im Herbst nun auch bei den Frauen die Führung übernommen. Und selbst auf dem Lande, wo der Fidesz noch mit vier Punkten führt, glaube inzwischen eine relative Mehrheit, die Tisza werde die Wahlen gewinnen. Der Anteil jener, die Viktor Orbán nicht länger als Ministerpräsident wünschen, sei seit November um vier Punkte auf 45% gestiegen – hinter ihm stehen nur noch 34%.

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