Die italienische Hauptangeklagte beim Gerichtstermin am Donnerstag. Fotos: Screenshot/ HírTV

Antifa-Prozess

Hauptangeklagte wünscht Haftverschonung

Die Italienerin Ilaria Salis bleibt in Budapest in Haft. Bei einem Gerichtstermin am Donnerstag bat ihr Anwalt vergeblich um Hausarrest. Das linke Italien ist in Aufruhr.

Gegen eine Kaution von umgerechnet rund 40.000 Euro sollte die Antifa-Terroristin eine Haftverschonung erhalten, um den „unwürdigen Zuständen“ in ungarischen Gefängnissen zu entkommen. Beim Verhandlungstermin im Prozess um den Budapester Antifa-Terror mussten wegen des enormen (Medien-) Interesses von italienischer Seite gleich zwei Säle am Gerichtshof Budapest geöffnet werden.

Mittäter bekam drei Jahre Zuchthaus

Ilaria Salis ist die Hauptangeklagte in dem Prozess; die Staatsanwaltschaft wirft ihr Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und versuchte lebensgefährliche Körperverletzung vor. Der Mitangeklagte Tobias Edelhoff ist als einziger geständig. Obwohl der Mann in Deutschland als „Ausbilder der Hammerbande“ betrachtet wird, war sein Vorstrafenregister bis zu dem folgenschweren Antifa-„Ausflug“ nach Budapest im Februar 2023 leer. Für die Menschenjagd in Ungarns Hauptstadt mit einem halben Dutzend krankenhausreif geschlagenen Passanten, die von den Linksterroristen allein nach ihrer Kleidung ausgewählt wurden, bekam Edelhoff in erster Instanz drei Jahre Zuchthaus aufgebrummt. Salis drohen nach dem Antrag der Staatsanwaltschaft sogar elf Jahre Zuchthaus.

Nur zum Kurzurlaub angereist

Salis lehnt jede Aussage ab. In italienischen Medien wird deshalb die Unschuldsvermutung in den Vordergrund gestellt, wonach die Gymnasiallehrerin nur zum Kurzurlaub nach Budapest angereist sei. Dass sie mit den beiden deutschen Mitangeklagten in einem Taxi saß, wäre reiner Zufall. So ist man in ihrem Lager mehr mit den „unmenschlichen Haftbedingungen“ in Ungarn und damit beschäftigt, dass Salis mit Hand- und Fußfesseln „wie ein Tier“ in den Gerichtssaal geführt werde. Salis bat nun um Überstellung in Hausarrest, gegen eine Kaution von rund 40.000 Euro. Ihre Argumentation: Sie sei keine Gefahr für die Gesellschaft, wolle weiter in Mailand unterrichten und sich nicht dem Gerichtsurteil durch Flucht oder Untertauchen entziehen.

Der „Demokrat“ Renzi droht

Die italienische Linke sieht politische Motive hinter dem Prozess gegen „ihre“ Lehrerin. Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi ging sogar so weit, Ungarn zu drohen: „Entweder sie respektieren die Rechtsstaatlichkeit oder Budapest sieht keinen einzigen Euro aus den Steuern der Italiener mehr.“

Renzi führte einst die ihrem Namen nach demokratische PD, entschied sich 2019 aber für eine Parteineugründung, die eher seinem Temperament entspricht: Italia Viva. Derweil soll die PD angeblich überlegen, ob man Ilaria Salis für die Europawahlen im Juni nominiert.

Die Hauptverhandlung in dem Aufsehen erregenden Prozess ist für den 24. Mai angesetzt.

Ilaria Salis verweigert jede Aussage.

2 Antworten auf “Hauptangeklagte wünscht Haftverschonung

  1. Die Antifa agiert nach dem Vorbild der SA-Schlägertruppe des Nationalsozialismus. Der Unterschied zum Nationalsozialismus, sie agieren auch international – wie hier in Ungarn.
    Sie vermummen sich feige, schlagen brutal auf Andersdenkende ein und verbreiten Angst und Schrecken unter der nicht links-grünen, politisch agierenden Bevölkerung.
    In Deutschland wird die Antifa von der links-grünen Regierung mit Steuergeldern gepampert und von den GEZ-Medien als NGO hofiert. Da ist es ein Hoffnungsschimmer für ausgewogenen Journalismus, dass die Budapester Zeitung neutral über den Gerichtsprozess der Antifa-Schlägertruppe berichtet.

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  2. „Entweder sie respektieren die Rechtsstaatlichkeit oder Budapest sieht keinen einzigen Euro aus den Steuern der Italiener mehr.
    Dieses Schmarozerland auf Kosten anderer Staaten hat gar kein Geld für andere – es nimmt nur Geld an, obwohl es frei war und beste Bedingungen hatte.
    11 Jahre sind sehr wenig für Totschlager aus Italien.

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