Balaton
Große Pläne für genießbares Wasser
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Das Projekt wird mit einem EU-Zuschuss von 3,2 Mrd. Forint umgesetzt. Dies ermöglicht die Beschaffung zusätzlicher Mittel für die Umsetzung der Pläne, teilten die regionalen Wasserwerke für Transdanubien (DRV) in Keszthely mit. Ziel des Projekts ist es, die Trinkwasserversorgung der Region langfristig nachhaltig und wirtschaftlich sicherzustellen, die Wasserqualität zu verbessern und zusätzliches Wasser aus Karstgewässern und der Mur in die Region zu leiten, erklärte Kommunikationsleiterin Anita Kovács.
Die Trinkwasserversorgung der Balaton-Region sei eine besondere Herausforderung, da die Sommersaison den Winterverbrauch um ein Vielfaches übersteigt. Hinzu kommen Probleme mit veralteten Rohrleitungssystemen, die nicht nur Qualitäts-, sondern auch Quantitätsprobleme verursachen, die Betriebskosten erhöhen und die Versorgungssicherheit beeinträchtigen. Derzeit wird das Trinkwasser der Region aus einer Karstquelle im Bakony-Gebirge und Oberflächengewässern sowie aus dem Plattensee gewonnen. Die Qualität des Trinkwassers des Sees ist jedoch nicht optimal. Im Sommer ist das Wasser sehr warm, hat einen hohen Gehalt an organischen Stoffen und enthält auch bestimmte biologische Schadstoffe.
Den Plänen zufolge soll die Region künftig nicht mehr durch die teure Wasserentnahme aus dem See mit Trinkwasser versorgt werden, sondern durch den Ausbau und die Anbindung von Karstwasserbasen (Nyírád und Kincsesbánya) bzw. die Nutzung des gefilterten Wassers der Mur. Für die vollständige Umsetzung müssen 750 km Rohrleitungen gebaut werden, die mehr als 4.800 Liegenschaften betreffen. Die Planungsphase des Projekts wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen, in diesem Jahr geht es darum, die Genehmigungen einzuholen. Die Pläne umfassen Hightech-Entwicklungen mit einem Investitionsaufwand von mehreren 100 Mrd. Forint. Priorität soll der Ausbau der Wasserbasis Kincsesbánya-Rákhegy haben, der rund 30 Mrd. Forint erfordern würde.
