Ministerpräsident Viktor Orbán: „Es ist nicht die Zeit, ein Imperium aufzubauen, sondern die Zeit des klugen Zusammenhalts der Nationalstaaten.“ (Foto: MTI)

Orbán im Kossuth-Radio

„Grenzschutz ist Gesundheitsschutz“

Wenn Ungarn aufpasst, dass die Pandemie nicht wieder aufflammt und „mit Verstand“ mit dem Grenzschutz umgeht sowie Investitionen und Arbeitsplatzbeschaffung fördert, dann könnte das Land gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen, erklärte Ministerpräsident Viktor Orbán bei seinem üblichen Freitag-Interview im Kossuth-Radio.

„Wenn wir uns gut vorbereiten und die Mitarbeiter des Gesundheitssystems gut arbeiten, dann wird es keine zweite Welle geben“, sagte er. Die erste Welle sei nur ein Etappensieg, „wir haben keinen Krieg, sondern nur eine Schlacht gewonnen“. Gut überlegen sollten die Bürger, wo sie Urlaub machen, ob sie dazu ins Ausland oder in diesem Jahr lieber an den Balaton fahren.

„Wir brauchen unsere Polizisten und unsere Soldaten (…) Dass in Westeuropa und in den USA, wo es Bandenkriege, Krawalle und eine hohe Kriminalität gibt, die Gesellschaft bzw. die Politik ihre eigene Polizei verrät, ist in Mitteleuropa unvorstellbar.“

Orbán bekräftigte erneut, dass die Regierung dem Druck aus Brüssel widersteht, unkontrolliert Bürger aus immer mehr Ländern ins Land zu lassen. Mit Ausnahme von Serbien lasse Ungarn niemanden aus Nicht-EU-Ländern einreisen. Man müsse zudem darauf achten, dass die erneute Zunahme der Migration nicht das ungarische Gesundheitswesen in Gefahr bringe, da entlang der herkömmlichen Flüchtlingsrouten erneut die Anzahl der Infizierungen steigt, d. h. „Grenzschutz ist gleich Gesundheitsschutz“. Da der EuGH die Transitzonen als Gefängnisse bezeichnete, wurden diese geschlossen, jedoch der Grenzschutz verstärkt.

Europa muss zusammenhalten, um erfolgreich zu sein. Dazu dürfe Brüssel jedoch Ländern wie Ungarn, Tschechien oder Polen nicht eine Lebensweise aufdrängen, die sie nicht wollen. Hinsichtlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sagte Orbán, dass Ungarn zur Zusammenarbeit bereit sei, wenn es fair bei den derzeitigen Wirtschaftsdebatten behandelt werde. In Fragen der Migration könne man jedoch nicht mit den Deutschen zusammenarbeiten. Orbán kritisierte erneut die Oppositionsparteien, die selbst in der Krise das Land schwächen wollen. Unverständnis zeigte er auch darüber, dass die Opposition die Fragebögen zur Nationalen Konsultation aus den Briefkästen stiehlt.

Ein Gedanke zu “„Grenzschutz ist Gesundheitsschutz“

  1. …..daran sind die Kommunisten schuld. Und die Österreicher natürlich, denn ohne die hätte es den 1. WK nicht gegeben und ohne die Deutschen nicht den 2. WK! Und natürlich die Franzosen, weil die dafür sorgten, dass 1920 aus Ungarn nur ein Torso übrig blieb, obwohl Ungarn gar nicht zu den Kriegstreibern gehörte.
    Die depperten Schicki-Micki-Sozialisten unter Ferenc Gyurcsány, die besten Freunde der deutschen SPD, die zwischen 2002 und 2010 zu trauriger Berühmtheit durch Erfolgslosigkeit und Korruption gelangten, waren wohl die schuldigsten.

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