Foto: MTI/ Zoltán Balogh

MASZSZ

Gewerkschaften müssen sich erneuern

Die Gewerkschaften müssen sich erneuern. In der kommenden Zeit bedarf es starker, organisierter Arbeitnehmervertretungen, betonte der Ungarische Gewerkschaftsbund (MASZSZ) auf seiner Mai-Kundgebung am Sonntag im Budapester Stadtwäldchen.

Wie der neu gewählte MASZSZ-Vorsitzende Róbert Zlati erklärte, müsse eine Selbstüberprüfung der Gewerkschaftsarbeit erfolgen. Es bedürfe eines neuen Stils, die Gewerkschaften müssen neue Wege beschreiten, um auch für Jugendliche attraktiv zu werden. Die Gewerkschaften müssen ihre Mitglieder nicht nur am Arbeitsplatz unterstützen, sondern sich auch weiterhin offen politisch engagieren, wenn die Interessen ihrer Mitglieder dies erfordern. Zu diesem Zweck müssen sie Partner unter den Parteien suchen. Er erwarte einen Dialog, faire Löhne und Tarifverträge, ein die Arbeitnehmer schützendes Arbeitsgesetz, ein angemessenes Streikrecht, Arbeitslosengeld für 270 Tage sowie ein flexibles Rentensystem.

Der DK-Abgeordnete László Kordás betonte, starke Gewerkschaften dienen nationalen Interessen, denn es komme darauf an, wie viel des von den multinationalen Unternehmen erwirtschafteten Gewinns an die ungarischen Arbeitnehmer geht. Dem MSZP-Abgeordneten Imre Komjáthi zufolge sei die sozialistische Partei der natürliche Partner der Gewerkschaften. Antal Csárdi (LMP) drängte ebenfalls auf starke Gewerkschaften, um der Fidesz-Regierung klare Kante zu zeigen.

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

18. August 2022 16:10 Uhr
BZ+
18. August 2022 13:15 Uhr
18. August 2022 10:00 Uhr