Orbán im Kossuth-Radio
Gesundheitswesen ist vorbereitet
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„In Anbetracht der steigenden Infizierungen treten weitere verschärfende Maßnahmen in Kraft. Das Land muss funktionieren“, erklärte Orbán am Freitag bei seinem üblichen Freitag-Interview im Kossuth-Radio.
Bei der ersten Welle musste Zeit gewonnen werden, jetzt sei das Land für die zweite Welle gerüstet. Ausgangsbeschränkungen und das Herunterfahren der Wirtschaft werden voraussichtlich nicht nötig sein. Orbán bat die linken Oppositionsparteien, in Zeiten der Pandemie nicht die Experten anzugreifen, wenn sie schon nicht bei der Abwehr der Pandemie behilflich sind.
Zudem bat er besonders die jüngere Generation, die Pandemie ernst zu nehmen und nicht gedankenlos Partys zu feiern und so vielleicht Eltern und Großeltern anzustecken.
Die Regierung hat eine neue Strategie zur Bewältigung des Anstiegs der Coronavirus-Fälle und des Bedarfs an erhöhten Krankenhauskapazitäten erstellt. Orbán betonte, dass er nach Presseberichten über Mangel an Beatmungsgeräten und medizinischem Fachpersonal das Pulmonologische Institut besucht habe, wo die dafür Zuständigen bestätigten, dass eine ausreichende Anzahl an Beatmungsgeräten, Betten und Personal zur Verfügung steht. Er bekräftigte erneut, dass die derzeit bereitstehenden 10.000 Corona-Krankenhausbetten im Bedarfsfall auf 20.000 erhöht werden könnten.
Gleichwohl sehe er auch Probleme in der Wirtschaft, jedoch auch Möglichkeiten. So steigen mittlerweile wieder die Beschäftigtenzahlen. Seiner Auffassung nach werde in Ungarn bald erneut von Arbeitskräftemangel die Rede sein. 2021 werde der Inlandstourismus boomen. Für die Hauptstadt, deren Tourismus und Gastronomie fast ausschließlich auf ausländischen Gästen basiert, werde jedoch ein Spezialprogramm benötigt.
