Ärzteprotest
Gesundheit ist kein Luxus!
Die Ärztekammer MOK rief gemeinsam mit der Gewerkschaft der Ärzte (MOSZ) zu der Protestveranstaltung auf, um die Politik auf die Missstände im Gesundheitswesen aufmerksam zu machen. MOK-Präsident Péter Álmosi meinte, die Menschen hätten ihr Vertrauen verloren, eine zufriedenstellende Versorgung und Betreuung zu bekommen, wenn ihre Gesundheit leidet. Das Versorgungsniveau sinkt laufend und erreiche im Durchschnitt schon heute nicht mehr akzeptable Standards.
Jährlich 500 Mrd. Forint mehr!
Das gesamte System brauche eine intensive Geldspritze von jährlich 500 Mrd. Forint zusätzlich, vor allem der Bereitschaftsdienst sei unterfinanziert. Die Zukunft der Hausarztpraxen sei vollkommen ungewiss. „Ein modernes Gesundheitswesen kann nicht mit der Technik und Infrastruktur aus dem 20. Jahrhundert am Leben erhalten werden, wie es sich der Staat heute so vorstellt“, erklärte Álmosi. Die Bevölkerung dürfe nicht im Stich gelassen werden, die Profitgier nicht die Humanität verdrängen. Der MOK-Präsident warf der Regierung vor, sich in rein fachliche Angelegenheiten des Sektors einzumischen und miserabel zu wirtschaften. Die Kammer wolle einen Rundtisch des Gesundheitswesens, wo Fachverbände einen transparenten strategischen Plan verfassen – frei von den Parteien und nicht auf zehn Jahre unter Verschluss.
Drohungen wirken lächerlich
Gewerkschaftschef Péter Srádi mahnte, die Ausgaben des seit Jahrzehnten stiefmütterlich behandelten Gesundheitswesens seien kein Luxus, sondern Investitionen in die Zukunft. „Mitarbeiter, die in ihrer Freiheit eingeschränkt werden, können ihre Patienten nicht optimal betreuen. Ein mit Sanktionen operierendes System untergräbt die Loyalität“, zumal sich Drohungen mit Lohnabzug lächerlich ausnehmen in einem Umfeld, wo der private Gesundheitssektor und das Ausland attraktive Angebote machen. Diejenigen, die dennoch bleiben, müssten mit verbesserten Arbeitsumständen, weniger Überbelastung und einem korrekten Karrieremodell belohnt werden, ist der MOSZ-Vorsitzende überzeugt. Ungarn gebe gemessen am EU-Durchschnitt weniger als die Hälfte für die Gesundheit seiner Bürger aus, auf Jahresebene fehlen pro Kopf der Bevölkerung 720.000 Forint (1.800 Euro), um den „Standard“ zu erreichen.


Genau das, was man in Deutschland über Gesundheitswesen hört. Vielleicht müsste Ungarn die
nyugdíjjárulék (10%)
egészségbiztosítási járulék (7%)
munkaerő-piaci járulék (1,5%
jövedelemado 15%
Rentenversicherung 10;
Arbeitslosen Versicherung 1,5%
Krankenversicherung 7%
Rentner bezahlen weder Krankenversicherung noch Einkommensteuer.
Zu den Miseren gehört auch: in Ungarn geht kaum jemand für Vorsorge. Viel Essen, viel Trinken, viel Rauchen, unter Jugendlichen Rauschgift mach das Rest.
In de EU Ländern Ungarn geht jährlich mit Deutschland zusammen am meisten jährlich zum Arzt.