Wasserwirtschaft

Gesundes Trinkwasser selbstverständlich

Im letzten Jahrzehnt wurden im Wassersektor (Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz) Entwicklungen im Wert von rund 1.000 Mrd. Forint (ca. 2,5 Mrd. Euro) realisiert.

Die Zahl der Kläranlagen hat sich verdoppelt, die Zahl der Gemeinden mit mangelhafter Wasserqualität ist seit Ungarns EU-Beitritt von 365 auf 9 gesunken. Der für den Sektor der Wasserversorgung zuständige Staatssekretär des Energieministeriums, Zsolt V. Németh, wies darauf hin, es sei hierzulande selbstverständlich, dass die Versorgung mit gesundem Trinkwasser bei nahezu 100% liege, in den Nachbarländern liege das Verhältnis aber nur bei 70 bis 80%. In Ungarn sind bereits 83,5% aller Haushalte an das Abwassernetz angeschlossen, während in den Nachbarländern dieser Anteil beispielsweise in Kroatien bei 32% und in Rumänien bei 37% liegt.

Heute befinde sich die Branche in einer Phase des Wandels. Nach zahlreichen Investitionen müssen neue Ziele gesetzt werden. Globalisierung, Klimawandel und Energiekrise stellen allesamt neue Herausforderungen dar. Der vollständige Ausbau des Abwassernetzes ist eine der vorrangigen Aufgaben in der neuen Ära des Sektors, die durch neue Technologien in den betroffenen, kleineren Dörfern gelöst werden kann.

Die Regierung hat den staatlichen ebenso wie den kommunalen Wasserwerken Mittel für die Planung der Rekonstrution bereitgestellt. Mittlerweile werde fast die Hälfte des Landes von den Nationalen Wasserwerken versorgt, 18 der 36 Versorger seien in Staatsbesitz. Das neue Gebührensystem für gewerbliche Kunden wurde vereinfacht, um die vielen unterschiedlichen Tarife, mehr als 900 mit bis zu 49-fachen Differenzen, zu ersetzen. Die neuen Technologien, darunter GIS (Geoinformationssystem), Satellitenfehlererkennung und Digitalisierung, sind bereits verfügbar, für deren Anschaffung werden Ressourcen bereitgestellt. Die Branche steht der Umsetzung der Neuentwicklungen aufgeschlossen gegenüber.

2 Antworten auf “Gesundes Trinkwasser selbstverständlich

  1. So ganz frei von oligarchischen Weltanschauungsdogmen scheint die Fidesz-Regierung wohl auch nicht zu sein. Bei mir schrillen jedenfalls immer sofort die Alarmglocken, wenn ich das Gefasel von “Globalisierung” und “Klimawandel” höre bzw. lese.

    Jeder aufgeklärte Mensch sollte doch inzwischen verstanden haben, dass die künstlich erzeugte Panik eines angeblich menschengemachten, gefährlichen Klimawandels, der Lenkung von Geldströmen und der Kontrolle von Nationalstaaten und deren Bevölkerung dient.
    Die ebenfalls von Oligarchen vorangetriebene Globalisierung dient der Auflösung der Nationalstaaten und der Errichtung einer Weltregierung, was ebenfalls mit Kontrolle und Machtkonzentration zu tun hat. Das kann man z.B. an den dreisten und völlig undemokratischen Bestrebungen der WHO, in die Nationalstaaten hineinzuregieren, sehr gut erkennen.

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  2. Klingt ganz toll. Nur konkret bei uns im Ort am Theiss-See ist das Leitungswasser seit über zwei Wochen ungeniessbar, hat einen undefinierbaren “Geschmack”. Hier in der Gegend schon leider mehrfach erlebt. Das Rathaus ist nicht zuständig und verweist auf das Wasserwerk. Das Wasserwerk ist aber nicht erreichbar. Zwischenzeitlich hat das Rathaus über soziale Medien informiert, d.h. diese Info hat die Einwohner nur mehr oder weniger zufällig erreicht, dass von der Benutzung des Leitungswassers zum Kochen und Trinken abgeraten wird. Ein Ende dieses Zustandes wurde nicht kommuniziert. Also muss man Mineralwasser kaufen und kein Leitungswasser benutzen. Meiner Kenntnis nach ist das Wassernetz hier uralt und aufgrund der alten Leitungen schwermetallbelastet. Wäre wünschenswert, wenn von den Investitionen auch etwas bei den Bürgern vor Ort ankommen würde.

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