Lebensqualität
Gesund altern
Auf der internationalen Konferenz „Healthy Living Symposium 2025“ in Budapest, die gemeinsam vom Forschungsnetzwerk HUN-REN und der National University of Singapore (NUS) organisiert wurde, ging es um die Frage, wie der Mensch möglichst lange, bei bester Gesundheit und mit der höchstmöglichen Lebensqualität leben kann. Péter Takács betonte, dass fundierte Regierungsprogramme auf wissenschaftlicher Forschung beruhen müssen. Das HUN-REN-Netzwerk biete hierfür eine hervorragende Grundlage.
Menschen aktiver einbinden
Der Schlüssel liege darin, die Menschen davon zu überzeugen, dass sich die Teilnahme an diesen Programmen lohnt. Ziel ist es, ein gesundes und angenehmes Altern zu gewährleisten. Gesundheitserziehung und täglicher Sportunterricht sind bereits in den Lehrplan integriert. Der Staatssekretär erwähnte auch die vor Jahren vorgenommene Änderung des Gesetzes über den Schutz der Nichtraucher und die Einführung der sog. „Chips-Steuer“. Aber unabhängig davon, wie gut das Gesundheitssystem eines Landes entwickelt ist, trägt es nur 10-13% zur Gesundheit eines Menschen bei. Genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse, soziale Situation und Lebensstil beeinflussen den Gesundheitszustand stärker. Ziel ist es deshalb, die Kluft zwischen der Lebenserwartung und den gesunden Lebensjahren zu verringern. Die Regierung will z. B. die Organisation von Screening-Programmen verstärken und dabei auf Hausärzte zurückgreifen.
Wichtiges Zukunftsthema
Laut Prof. Béla Merkely, Rektor der Semmelweis-Universität (SE), wird das gesunde Altern eines der wichtigsten Themen der Zukunft sein. Wenn dies gesund und in einem angemessenen physischen, psychischen und sozialen Umfeld erfolgt, könne dies eine produktive Zeit sein. In Ungarn wurden bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedeutende Erfolge erzielt, was auch die um acht Jahre gestiegene Lebenserwartung zeigt. Als familienfreundliche Universität lege man an der SE großen Wert auf Prävention, Früherkennung sowie soziale und familiäre Unterstützung. Ungarn verfüge über eines der besten Gesundheitssysteme Europas, die größten Probleme seien Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen, denen es entgegenwirken gelte.
