Wer keine Bleibe bei Verwandten oder Freunden hat, wird in öffentliche Unterkünfte geleitet. Foto: MTI/ Zsolt Czeglédi

Ungarn hilft

Gesellschaft erfasst eine Welle der Solidarität

Derzeit läuft die größte humanitäre Hilfsaktion in der Geschichte Ungarns.

„Wer aus Richtung Ukraine zu uns kommt, um den kümmern wir uns, wie es Freunde tun“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán unmittelbar nach Ausbruch des Krieges im Nachbarland. Seither haben 180.000 Menschen die Grenze überquert.

„Was wir jetzt sehen, ist nur der Anfang der Krise“, meinte Orbán. Es werden immer mehr Flüchtlinge kommen, sollten die Kampfhandlungen nicht rasch ein Ende finden. Die Menschen werden von den Behörden und verschiedenen Hilfsorganisationen unmittelbar an der Grenze betreut, die Staatsbahnen MÁV sichern den Flüchtlingen auf allen Zügen im Inland kostenlose Fahrt zu. Insbesondere ungarische Familien aus Transkarpatien suchen Zuflucht bei Verwandten und Freunden im Mutterland. Viele Flüchtlinge aus Drittstaaten nutzen Ungarn als Transitland, um mit Flugzeugen aus Debrecen und Budapest in ihre Heimat zurückzukehren. Flüchtlinge ohne Bleibe werden von den Hilfsorganisationen und unzähligen Familien aufgenommen, die ihr eigenes Heim mit den Kriegsopfern teilen.

Freiwillige helfen Flüchtlingen am Budapester Westbahnhof. Foto: MTI/ Zoltán Balogh

Allein die Regierung schickte Lebensmittel und Hygieneartikel im Wert von 600 Mio. Forint nach Transkarpatien. Noch Ende Februar ging eine erste Hilfslieferung des Ökumenischen Hilfsdienstes mit 28 Tonnen Lebensmitteln für die notleidende Ukraine auf die Reise. Über die zentrale Spenden-Hotline 1357 – jeder Anruf bringt 500 Forint für die Solidaritätsaktion „Brücke für Transkarpatien“ – und das zugehörige Bankkonto wurden bis Anfang März über 550 Mio. Forint gesammelt. Die Regierung stellte den Organisationen des Karitativen Rates 3 Mrd. Forint zur Verfügung. So erhalten die Caritas, der Reformierte Hilfsdienst, der Ökumenische Hilfsdienst, der Malteser-Hilfsdienst, der Baptisten-Hilfsdienst sowie das Rote Kreuz jeweils 500 Mio. Forint.

Erstunterkunft für Flüchtlinge in der Sporthalle einer Grundschule in Tiszabecs. Foto: MTI/ Zsolt Czeglédi

Ungarn bietet den Flüchtlingen alle erdenkliche Hilfe, niemand bleibt ohne Unterstützung. Die Flüchtlinge erhalten nicht nur Lebensmittel und Unterkunft, ihnen wird Arbeit vermittelt und für den Schulunterricht der Kinder gesorgt. Zudem erhalten sie medizinische Versorgung, unter anderem Corona-Schnelltests und wenn gewünscht Corona-Schutzimpfungen. Der Katastrophenschutz sandte 200 Beatmungsgeräte, 250 bettseitige Monitore, 25 zentrale Monitore und 100 Infusionspumpen aus der sogenannten rescEU­-Reserve im Wert von 3,7 Mio. Euro in die Ukraine.

Die Malteser gehören zu den von der Regierung unterstützten Hilfsorganisationen, die Spenden in die Ukraine bringen. Foto: MTI/ Tibor Illyés

Die E.ON Hungária finanziert den humanitären Einsatz ihrer strategischen Partner Malteser-Hilfsdienst und Ökumenischer Hilfsdienst im Grenzgebiet zur Ukraine sowie in Transkarpatien mit 100 Mio. Forint. Nach einem Aufruf des Verbandes der Bauindustrie zeigten mehrere Unternehmen konkrete Bereitschaft, Flüchtlinge aus der Ukraine zu beschäftigen. Der Papierhersteller Vajda-Papír hält nahezu 100 Stellen frei, die Textilfabrik Styl bietet 70 Arbeitsplätze an. Beide Unternehmen kümmern sich zugleich um die Grundversorgung und Unterkunft der Mitarbeiter sowie ihrer Familien.

2 Antworten auf “Gesellschaft erfasst eine Welle der Solidarität

  1. Und was sagt der greise Soros? Mir scheint, Soros will einen Flächenbrand durch mehr militärische Aktionen. Ist der wahnsinnig! Wir können nur hoffen, dass Soros….

    https://unser-mitteleuropa.com/george-soros-usa-und-europaeische-union-muessen-putin-und-xi-entmachten-bevor-sie-unsere-zivilisation-zerstoeren-koennen/?fbclid=IwAR32HfHp9sH9HgPvu-Ke2Nb9ijrKJTfVSjIGRIcfIc13HR4lY7bnbfFeBKc

    „Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union schicken beide Verteidigungswaffen in die Ukraine, und es gab Bestrebungen, MIG-Kampfjets aus russischer Produktion zu kaufen, die ukrainische Piloten fliegen können. Das könnte den Unterschied ausmachen“, schrieb er. „Wir können nur hoffen, dass Putin und Xi entmachtet werden, bevor sie unsere Zivilisation zerstören können.“

    0
    0

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

10. April 2026 15:30 Uhr
9. April 2026 11:20 Uhr