Premier Viktor Orbán: „Der derzeitige Schutz gegen das Coronavirus ist angemessen und darf nicht aufgegeben werden. (Foto: Facebook)

Orbán im Kossuth-Radio

Für 2021 Investitionsboom erwartet

„Der derzeitige Schutz gegen das Coronavirus ist angemessen und darf nicht aufgegeben werden. Wir müssen so lange mit dieser Situation leben, bis es einen Impfstoff gibt. Jede Veränderung würde ein Risiko darstellen“, erklärte Ministerpräsident Viktor Orbán in seinem üblichen Freitagsinterview im Kossuth-Radio. Er verwies dabei auf die über den 15. August hinaus geltenden Regeln. 

Die operative Einsatzleitung tage kontinuierlich und unterbreite der Regierung immer dienstags jene Vorschläge, über welche die Regierung mittwochs entscheide, bevor diese dann jeweils freitags in Kraft treten, erläuterte der Ministerpräsident. Orbán bat die Bürger, in ihrem Urlaub nicht in Risikogebiete zu reisen. Die größte Gefahr stelle derzeit die erneute Einschleppung des Virus dar. Gleichwohl stehe heute in Ungarn alles zum Schutz zur Verfügung, „wir produzieren die gesamte notwendige Ausrüstung, die Lage ist also viel sicherer als am Anfang der Krise“.

„Der jetzige Zustand ist gut, jede Veränderung würde ein Risiko in sich bergen, wofür ich nicht die Verantwortung übernehmen möchte. Wenn wir mit dem Virus so umgehen wie bisher, wird es keine Probleme geben.“

In Verbindung mit dem neuen EU-Budget und dem Wiederaufbaufonds sagte der Premier, dass Ungarn keineswegs Geld geschenkt bekommt, sondern sich vom Westen das von hier abgeschöpfte Geld zurückholt. Die Regierung habe bereits Programme abgesegnet, die aus dem Wiederaufbaufonds finanziert werden können, so für Wasser- und Abwassersysteme, Energiewirtschaft sowie Umweltschutz. Zur Lage am Arbeitsmarkt merkte Orbán an, dass zwar der Schwung durch die Pandemie gebrochen wurde. Doch schon in wenigen Wochen werde er das Versprechen einlösen können, wonach so viele Arbeitsplätze geschaffen werden, wie das Virus vernichtet hat.

„Die Ungarn denken über die EU-Gelder nicht, dass sie etwas von jemandem erhalten, der reicher und stärker ist, sondern dass Ungarn für die Einfuhr westlicher Waren ohne Schutzzölle und im Gegenzug für den hierzulande entstehenden Profit einen ansehnlichen Teil zurück erwarten darf. Dafür haben die Ungarn gearbeitet, das steht ihnen zu.“ 

Er lobte Notenbankpräsident György Matolcsy als „mutigen Geist“. Dieser empfahl spezielle ungarische Schritte in der Krise. Entgegen dem Krisenmanagement anderer Länder habe Ungarn viel Geld für die Belebung von Investitionen aufgewendet. Die Ergebnisse werden sich 2021 in einem regelrechten „Investitionsboom“ zeigen. „Ungarn wird in einem besseren Zustand aus der Krise kommen als vorher“, gab sich Orbán optimistisch.

Ein Gedanke zu “Für 2021 Investitionsboom erwartet

  1. „Ungarn wird in einem besseren Zustand aus der Krise kommen als vorher“, gab sich Orbán optimistisch.
    Die Opposition wird es zu verhindern versuchen. Der Gyurcsányesen-Momentum-Bewegung ist die volle Unterstützung aus der Asselborn-Steueroase, der SPD und dem linksradikalen Flügel der CSU/CDU gewiss.

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