Coronavirus
Fünfzehn Prozent positiv
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Die zweite Welle hält Ungarn fest im Griff: Vom Sonntag zum Montag erwiesen sich mehr als 15% der landesweit vorgenommenen knapp 10.000 Tests als positiv – ein weiterer trauriger Rekord, der zudem keine Hoffnung auf schnelle Entwarnung macht. Die Zahl der klinisch behandelten Patienten steuert schnurstracks auf 2.000 zu; das sind doppelt so viele, wie im Frühling auf dem Höhepunkt der ersten Welle medizinisch betreut werden mussten. Jeder zehnte Covid-Patient benötigt zudem ein Beatmungsgerät; das sind deutlich mehr als doppelt so viele, wie noch vor einem halben Jahr. Besonders dramatisch entwickelt sich die Zahl der durchschnittlichen Todesfälle, die auf 30 Corona-Tote am Tag zusteuert, während es in den kritischen Wochen ab Mitte April höchstens 10-15 Todesopfer am Tag waren. Gegenüber Ende September hat sich diese Zahl binnen zwei Wochen sogar vervierfacht!
Nach Auskunft von Landesamtsärztin Cecília Müller befinde sich Ungarn laut WHO-Statistiken innerhalb der EU-27 im Mittelfeld, an 10. Position hinsichtlich der Infektionszahlen, an 14. Stelle in Bezug auf die Zahl der Todesfälle. Gestützt auf die Daten des in der Corona-Pandemie die zentrale Rolle bei der Behandlung von Covid-Patienten einnehmenden Szt. László-Krankenhauses werde ungefähr die Hälfte jener Schwerkranken, die an Beatmungsgeräte angeschlossen werden müssen, geheilt. Das sei eine international beachtliche Verhältniszahl.
