Orbán im TV2
Frieden wäre in Gefahr
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
„Die Aufnahme der Ukraine in die EU würde unseren Frieden gefährden, wir würden sofort in einen Krieg mit Russland verwickelt“, meinte Orbán. Die EU sei keine Sicherheitsorganisation, sie habe keine militärischen Fähigkeiten, könne somit die Ostgrenzen eines künftigen Mitgliedstaates nicht sichern. Die Ukraine wolle zudem der EU beitreten, ohne zu wissen, wie groß ihr Land ist und wo ihre Ostgrenzen verlaufen. „Wir verstehen die Ukrainer, und wir werden ihnen helfen, aber nicht, indem wir uns selbst zerstören.“ Orbán wies darauf hin, dass er auf dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche eine sehr klare Position bezogen habe. „Was die anderen wirklich verletzte, war, dass die ungarische Position keine emotionale oder gefühlsbetonte Position ist, sondern eine rationale.“
In Bezug auf die Veränderungen auf dem NATO-Gipfel wies er zunächst darauf hin, dass „ein neuer Sheriff in der Stadt ist“, womit er sich auf US-Präsident Donald Trump bezog. Trump habe gesagt, dass die NATO für Frieden und Verteidigung gegründet worden sei und daher „die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO nicht in Frage kommt“. Endlich haben wir einen Ort, die NATO, an dem Ungarn gewonnen hat, kommentierte Orbán diese Entwicklung.
Pride Beispiel für europäische Politik
Orbán bezeichnete die Pride-Parade in Budapest als ein Beispiel für die europäische Politik unter der Führung Brüssels. In Bezug auf die Pride am vergangenen Wochenende sagte er, das ganze Land könne sehen, wie das System funktioniere: „Brüssel hat entschieden, die Hauptstadt und die Opposition hat dies umgesetzt. Wenn Ungarn keine Regierung hätte, die die nationale Souveränität verteidigt, würde in Sachen Gender-Wahn dasselbe wie im Falle der Migration und der Ukraine passieren.“
Orbán hatte außerdem im sog. „Fight Klub“ kein Hehl aus seinen Ansichten zur Abnormalität der Pride gemacht und klargestellt, dass die Behörden gegen die Demonstranten vorgehen dürfen. „Beim Referendum zum Kinderschutz haben 3,7 Mio. Bürger Nein gesagt. Der Rest ist Sache der Behörden, die Politik hat hier keine Rolle zu spielen. Mehrere Pride-Teilnehmer können nun mit juristischen Konsequenzen rechnen.” Im Wesentlichen suggerierte Orbán damit, dass er von den Behörden die Einleitung von Verfahren und die Verhängung von Geldstrafen gegen obszöne Pride-Teilnehmer erwartet.
