Europawahlen

Fidesz und vier andere Parteien

Das Ergebnis der Sonntagsfrage: Fidesz-KDNP gewinnen wie zuletzt 13 Mandate bei den Wahlen zum Europaparlament (EP) im Juni. Die restlichen acht Mandate müssen sich vier Oppositionsparteien teilen.

Das regierungsnahe Nézőpont-Institut hat seine übliche Sonntagsfrage im Februar mit einer Mandatsschätzung verknüpft. Demnach erlangen die Regierungsparteien, obgleich sie in der Wählergunst infolge des Begnadigungsskandals drei Punkte an Zuspruch verloren (von 50 auf 47%), bei der Europawahl 13 der 21 Ungarn zustehenden Mandate. Die DK als (mit 14%) stärkste Formation des Oppositionslagers würde derweil ein Mandat verlieren und nur noch 3 Sitze im EP behalten. Als linksliberale Partei verbliebe daneben nur die Momentum im EP, aber wahrscheinlich nur noch mit einem einzigen Sitz (statt der 2 Mandate im Ergebnis der Wahlen von 2019).

Denn neben der Satirepartei des zweischwänzigen Hundes (MKKP) hat nun bei Nézőpont auch die rechte Mi Hazánk mit 8% in der Wählergunst die auf einem absteigenden Ast befindliche Momentum überrundet. Für diese beiden Parteien bedeutet das Ergebnis vom Februar jeweils zwei Sitze im nächsten Europaparlament. MSZP und Jobbik werden nach jetzigem Stand ihre Vertretung in Straßburg verlieren. Das Institut misst die Sozialisten und die Mitterechtspartei ähnlich wie die beiden grünen Parteien LMP und Párbeszéd bei jeweils 2% – ohne ein Zusammengehen bleiben all diese Formationen chancenlos. Im Gegensatz zur MMNP des früheren Spitzenkandidaten der vereinten Opposition, Péter Márki-Zay, die ebenso wie die 2RK des einstigen Jobbik-Vorsitzenden Gábor Vona mit 4% nur knapp unter der 5%-Hürde rangiert.

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