Energiekosten
Fidesz-Politiker offenbart Details
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András Cser-Palkovics warnt seit Wochen, die Energiekrise bringe Städte und Gemeinden in eine Lage, in der selbst die grundsätzliche Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in Frage gestellt wird. Heute laute eine der dringendsten Fragen, wie Kindergärten, Ambulanzen oder Seniorenheime beheizt werden sollen. Immer häufiger erhielten die Städte auf ihre Ausschreibungen überhaupt keine Angebote, beklagte der populäre Fidesz-Politiker.
Milliardenbeträge zusätzlich, aber woher?
Allein die öffentliche Beleuchtung der Komitatshauptstadt koste in diesem Jahr voraussichtlich knapp 700 Mio. Forint, nach 300 Mio. Forint im vergangenen Jahr. Für 2023 müsse Székesfehérvár aktuell bereits über 1,6 Mrd. Forint veranschlagen, während die Marktpreise weiter steigen. Das Städtische Schwimmbad zahlt an Stelle von 40 Mio. Forint aktuell 215 Mio. Forint und 2023 wahrscheinlich 330 Mio. Forint. In einem normalen Kindergarten ziehen die Gaskosten von 7 Mio. Forint binnen zwei Jahren auf 42 Mio. Forint an, die Stromkosten von 2 auf 13 Mio. Forint. Beim Stadttheater erhöht sich die Stromrechnung von 10 Mio. Forint in Friedenszeiten demnächst auf 215 Mio. Forint im Jahr.
Der Fernwärmeversorger der Stadt kaufte sein Gas vor dem Ukraine-Krieg für 5 Mrd. Forint ein, im Juni waren es auf Jahresebene bereits 17 Mrd. Forint, aktuell ist die Rechnung bei 40 Mrd. Forint angelangt. Der kommunale Wasserversorger wies 2021 noch einen bescheidenen Gewinn aus, der sich in diesem Jahr in 1 Mrd. Forint Verluste umkehrt. Für 2023 stehen mehr als 7 Mrd. Forint Verluste in Aussicht, weshalb Székesfehérvár die Übergabe an den Staat prüft. Unter den Sportanlagen kann die Stadt die benötigten 1,2 Mrd. Forint an Energiekosten für das Stadion nicht aufbringen. Einzig die Eishalle ist – dank eines laufenden Vertrages – im Glück und wird in diesem Winter noch betrieben werden können.
Probleme berühren alle europäischen Städte
„Die aufgezählten Probleme berühren alle europäischen Städte und Gemeinden. Wir leiden unter den Folgen des Krieges und der mit schlechten Entscheidungen herbeigeführten europäischen Energiekrise. Diese Lage berührt nicht nur die ungarischen Kommunen, sondern die deutschen, holländischen, polnischen und tschechischen Kommunen genauso. Allein ein Friedensschluss kann die Lösung bringen“, resümierte der Stadtvater von Székesfehérvár.
