Wissenschaften
Elementar für eine Nation
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„Die Wissenschaften sind unverzichtbar für den Fortbestand einer Nation“, meinte Viktor Orbán. Die Magyaren müssten durch besondere Leistungen auf diesem Gebiet – ähnlich wie bei Kultur und Sport – ihr Existenzrecht unter Beweis stellen. Bei den Aufwendungen für Innovationen stehe Ungarn heute an 21. Position in der EU, bis 2030 wolle man hier zu den besten zehn Ländern gehören, bis 2040 sogar in der Welt. „Ich denke, es besteht ein breiter Konsens, dass wir nicht im Wettbewerb mithalten können, wenn uns ein Durchbruch dieser Qualität nicht gelingen sollte“, sagte der Ministerpräsident.
Das zahlt sich am meisten aus
Nobelpreisträger Ferenc Krausz dankte der Regierung, für Projekte wie das neue MCC-Zentrum in Szeged staatliche Gelder zur Verfügung zu stellen. „Das sind die Investitionen, die sich am meisten auszahlen für Ungarn“, meinte der Physiker. Die ungarische Hochschulausbildung habe dank zahlreicher herausragender Dozenten Weltniveau. Der Modellwechsel erlaube es den Universitäten, sich noch besser auf jene Gebiete zu konzentrieren, in denen man zu Höchstleistungen imstande ist. Jungakademikern riet der Professor, sich in ihrem Interessenbereich gezielt Forschungsgruppen zu suchen, welche zu den besten in der Welt gehören. Viele dieser Gruppen auch im Ausland werden von ungarischen Experten geleitet. Krausz hat die Aufgabe erhalten, möglichst viele dieser Kapazitäten in die Heimat zurückzuholen. Ihm schwebt eine Kombination des Erfolgsmodells der deutschen Max Planck-Gesellschaft mit dem chinesischen Programm vor, Fachleute wieder nach Hause zu locken.
Talentschmiede MCC
Das Mathias Corvinus Collegium (MCC) ist eine Talentschmiede, die ihre Ausbildungsgänge mittlerweile in mehr als 30 Städten anbietet. Das neue Zentrum in Szeged zieht in ein altehrwürdiges Gebäude, das 1896 nach Plänen von Albert Víg erbaut wurde. Der erste Bewohner war die Industrie- und Handelskammer, später diente es als Museum und Kulturzentrum.
